Nachts in Ansbach

Ein Foren-Rollenspiel in der Welt von VAMPIRE: Die Maskerade
 
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 Friedhöfe und andere Abartigkeiten

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Julia
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BeitragThema: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Mi 6 Jan - 20:34

Die Lichter der Stadt zogen schnell an ihr vorbei. Sie bildeten lange Streifen. Hart bremste Julia ihr Gefährt ab. Die Lichter der Stadt wurden deutlicher und die Lichter bekamen Konturen und Schärfe. Unter ihrem Helm lächelte sie. Die Ausfahrt hatte sie beruhigt. Der Rotschopf ging ihr nicht aus dem Kopf. Sie haben sie ihrem Schicksal zugeführt. Vielleicht waren es Bilder, die ihr der Verstand oder doch das Monster in ihr sandte. Eine Antwort fand sich zurzeit nicht. Wieder bremste die Brujah ihr Gefährt ab. In langsamer fahrt ging es durch enge Straßen, die sie an Gassen in England erinnerten. Nach dreißigminütiger Fahrt auf ihrem Zweirad stellte sie dieses ab und eilte zurück in ihre schäbige Wohnung, wo sie ihre Lederkombi gegen eine Helle Jeans, schwarze Stiefeletten im Bikerlook ohne Absatz, ein schwarzes Wollshirt mit Rollkragen und einen dunkelolivgrünen, Figur betonenden Mantel mit schwarzen Lederärmeln tauschte.

Julia schnappte sich noch ihre schwarze Umhängetasche, in der sich neben Notizblock, Stadtkarte, Kamera mit Objektiv noch anderes nützliches Werkzeug befand. Sie sah fast wieder aus wie eine junge Studentin. Ihre blauschwarzen Haare band sie sich zu einem Pferdeschwanz und eilte hinaus in die Nacht. Die Brujah verzichtete auf ihren fahrbaren Untersatz. Mit schnellen Schritten ging die 1,70 m große, junge Frau durch die Stadt. Sie blieb ab und an stehen, wobei sie die besonderen Bauten der Stadt mit ihrer Kamera auf Film bannte. Nein, ein Profi war sie nicht, doch es reichte, um sich mit der Kamera vertrauter zu machen.

An diesem frühen Herbstabend wehte ein Leichter Wind aus Nordwest. Das Wetter würde sich wohl ändern. Julia prüfte den Sitz ihres Messers, befestigt am hinteren Hosenbund. Wie immer hatte sie ein Lächeln auf dem Gesicht. Das spürbare Tier war ruhiger als sonst. Die Passanten, die zu dieser Stunde noch unterwegs waren, wichen ihr nur selten aus. Ihre Aufmerksamkeit war geschärft. Langsam ging sie um jede Ecke, bereit zum Sprung auf einen Gegner. Endlich sah sie die Mauern des Stadtfriedhofs. Ihre Schritte wurden langsamer. Die Luftströmte in ihre Lungen. Dieser Ort strahlte Frieden aus. Am nächsten Eingang sah sie sich um und Schritt dann bedächtig über das Feld der Steine und Gräber. Erinnerungen manifestierten sich in ihren Erinnerungen. Vielleicht traf sie andere Nachtschwärmer?


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Kain
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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Do 7 Jan - 16:56

Julia hatte natürlich die Wahl, in größeren Städten wurde auch mehr gestorben.
Die Brujah konnte zwischen Friedhof Schalkhausen, Stadtfriedhof, Friedhof Elpersdorf, Friedhof Brodswinden und Friedhof Eyb wählen.
In der Ferne heulte eine Sirene auf... bestimmt war jemand hingefallen...

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Julia
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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Do 7 Jan - 19:57

Ihre Entscheidung hatte sie schnell getroffen. Der Stadtfriedhof war zentral gelegen und übte einen unwiderstehlichen Reiz aus. Kurz blieb die Brujah stehen und lauschte der Sirene. Es war nichts ungewöhliches, aber vielleicht trieb der Sabbath wieder sein unwesen. Die Vampirin rieb sich die kalten Hände und zog sich feine Lederhandschuhe über die Hände.

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Kain
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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Mo 11 Jan - 16:19

Der Stadtfriedhof war ein schöner Ort, wenn man etwas dafür übrig hatte, sich die Zeit mit dem Tod, dem grübeln über den Sinn des Lebens, oder mit den Brüdern Jack und Jim die Zeit zu vertreiben.

Geradu zu malerisch breiteten sich im Zwielicht die Gräber vor der Brujah aus.
Draußen fuhren sehr vereinzelt Autos an dem Friedhof vorbei, er war nicht sonderlich zentral gelegen., wenn er auch vor vielen Jahren schon von der Stadt verschluckt worden war.
Früher war es üblich die Toten außerhalb zu beerdigen, früher, das musste nach dem was Julia so an den ältesten Grabsteinen mit Ach und Krach entziffern konnte so um 1700 gewesen sein...
Ein schwaches Lüftchen wehte noch immer, Julia ging an einem Grab vorbei, den Namen der auf dem Grab stand hatte Julia schon mal irgendwo gehört.



Auf dem Grabstein stand:



„HIC JACET CASPARUS HAUSER AENIGMA SUI TEMPORIS IGNOTA NATIVITAS OCCULTA MORS MDCCCXXXIII“

„Hier liegt Kaspar Hauser, Rätsel seiner Zeit, unbekannt die Herkunft, geheimnisvoll der Tod 1833.“


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Izabella
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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Sa 30 Jan - 20:18

Es war nicht so als hätte sich Iza nach draußen geschlichen, denn niemand hatte ihr verboten den Ort zu verlassen. Sie war durch die vordere Türe gegangen und das auch nicht heimlich. Sie hatte nur einfach eine kleine Weile für sich gebraucht, alles war noch so neu, so frisch. Da war so viel in ihr und gleichzeitig so unglaublich wenig. Sie nahm an, dass sie nicht unbeobachtet bleiben würde, sicherlich nicht die erste Zeit. Sollte ihr doch jemand folgen, sie doch jemand beobachten, es war ihr egal. Nein mehr noch, irgendwie war es sogar gut, denn sie konnte sich selbst nicht trauen. Sie hatte den Hunger gefühlt, das Tier das nun in ihr wohnte und nach dem gierte, was die Menschen hatten.
Es gab so viel für sie zu lernen, über ihren Clan, über die Strukturen die die Welt der Kainskinder regelten und noch viel mehr hatte sie über sich selbst zu lernen. Diese Leere in ihrem Kopf sie war gleichzeitig bedrückend und befreiend. Hätte ihr früheres Ich missbilligt was sie geworden war? Hätte sie all ihr Wissen, ihre Erfahrungen stärker gemacht oder schwächer? Sie konnte nicht zurück in ihr altes Leben also war es da nicht besser alles vergessen zu haben und nichts zu vermissen?
Sie konnte es nicht sagen.

Und statt noch länger drinnen zu sitzen und sich den Kopf zu zerbrechen, hatte sie beschlossen ein wenig spazieren zu gehen. Dieser Ort schien ideal um zu verweilen, jeder hier war bereits tot und keinem der Körper haftete noch der Geruch des Blutes an. Es war dunkel hier und ruhig, das Licht der Straßenlaternen reichte nur wenige Schritte weit und nur an wenigen Gräbern brannten noch Grabkerzen. Iza hatte sich an die hintere Mauer gelehnt und nur aus Gewohnheit tief durchgeatmet. Es war wie ein Reflex den sie schwer ablegen konnte nur das ihr diesmal etwas daran auffiel. Vielleicht war es weil sie die Augen geschlossen hatte, oder weil sie kurzzeitig nicht an Blut dachte, aber sie nahm eine solche Vielzahl an Gerüchen wahr, wie noch nie zuvor. Noch einmal sog sie tief die Luft in ihre toten Lungen und filterte Informationen heraus, von denen sie nicht gedacht hätte, das sie wahrnehmbar wären. Sie konnte die Erde unter ihren Fingern riechen, die Pflanzen auf den Beeten und die süßliche Verwesung aus den frischeren Ruhestädten. Hinter ihr die Straße mit einem Mülleimer und den Abgasen der Autos.

Fasziniert öffnete sie die Augen und die Nacht schien heller geworden, sie konnte viele Details erkennen die im Schatten lagen. Die Inschriften auf Grabsteinen in den verschiedenen Reihen, einzelne Kieselsteine auf dem Weg und die Zweiges des Baumes hinter ihr. Sie pflückte eines der Efeublätter die an der Mauer rankten und konzentrierte sich darauf bis sie schließlich die feinen Linien und Äderchen sah. Sie war gefangen und begeistern von ihrer Fähigkeit, doch merkte sie schnell, dass immer nur ein Sinn besonders scharf war, immer der auf den sie sich am meisten konzentrierte. Sie schloss wieder die Augen und fuhr mit ihren Fingerspitzen über die Mauer. An einigen Stellen war sie glatt, der Ziegel gebrannt und eben. In den Fugen dagegen rau und leicht bröselig. Das Blatt zwischen ihren Fingern hatte eine ganz andere Beschaffenheit, weich mit einer feinen Struktur an der Unterseite. Sie war so vertieft in ihr Studium, dass sie erst spät merkte, dass eines der Geräusche hier ungewöhnlich war. Schritte? Welcher Mensch würde so spät auf einem Friedhof kommen und was sollte er hier? Neugierig und doch vorsichtig trat sie auf den Weg, nicht aus Angst vor dem vermeintlichen Menschen, sondern ein wenig besorgt ob ihrer Reaktion auf ihn.

Sie hatte sich umgezogen, trug schlichte aber hochwertige Kleidung in gedeckten Farben. Ein langer dunkelblauer Mantel, über einer beigen Kashmirbluse und einer schwarzen Hose. Irgendwie war dies wohl der Dresscode ihres Clans, konservativ, wie eine Juristin. Davon abgesehen zeigte ihr Äußeres in keinster Weise, das sie ein Vampir war. Ihr Hautton war rosig und gesund, vielleicht wie ein Mensch aus dem Norden, der selten Urlaub am Meer macht. Ihre blonden Haare trug sie in einem lockeren Zopf und sie strahlte etwas absolut unschuldiges und reines aus. Nur hatte sie noch nicht gelernt ihren Brustkorb regelmäßig zu heben und zu senken. Ein Mensch würde sie wohl als seinesgleichen einschätzen, dich einem erfahrenen Kainskind konnte sie nicht verbergen was sie war, zumal sie auch gar nicht gewusst hätte wie das ginge.

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Julia
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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Mo 1 Feb - 11:35

‚Endlich wieder allein… .
Allein unter den Toten, Erde, Skeletten und Dekadenz.
Leiden, Hoffen und Bangen.‘


Julia schlenderte durch die engen Wege des Friedhofs. Ein tiefer Zug in ihre Lungen folgte. Langsam atmete sie die Luft aus ihren toten Lungen aus. Die Ruhe hatte eine meditative Wirkung auf die junge Brujah. Ihre Gedanken sorgten jedoch dafür, dass sich ein verärgerter Ausdruck auf ihrem Gesicht abzeichnete. Das Tier in ihr lebte, zeigte sich kurz, um von ihr verdrängt zu werden. Der Verstand legte es wieder in Ketten. In ihrer Nähe war eine fühlbare Präsenz ihres Tiers unverkennbar. Sie beruhigte sich. Atmete wiederholt.

„Menschliche Gedanken an ein vergessenes Leben.“

Ihre Worte richtete sie in die Dunkelheit. Adressaten waren die toten zu ihren Füßen. Ihre Gesichtsmuskeln zogen ihre feinen Züge zurück zu einem normalen Ausdruck – vorzeigbar in menschlicher Nähe. An einem alten Grabstein blieb sie kurz stehen, betrat das Grab und wischte mit ihren behandschuhten rechten über den verwitterten Grabstein. Ein wenig Moos konnte sie entfernen. Frühverstorbene Kinder lagen hier neben ihren Eltern, wie es in ihrer Familie der Fall gewesen war. Aus ihrer schwarzen Umhängetasche holte sie eine Spiegelreflexdigitalkamera hervor und schoss ein Foto des Grabsteins. Das Blitzlicht erhellte für einen Moment die Nacht. Einen Moment brauchten ihre Augen, bis sie sich wieder an die Dunkelheit gewöhnt hatten. Ein weiteres Bild für ihre Sammlung?

„Viel zu früh… .“

Einen Moment der Andacht verstrich. Julia löste sich vom Grab, achtete dabei darauf, dass sie nicht auf Pflanzen trat. Aufmerksamer ließ sie ihren Blick schweifen, wobei sie an diesem ein Grabstein stehen blieb. Sie konnte aus der Inschrift entziffern, dass es sich um einen Kasper Hauser handeln musste, der hier begraben oder als Erinnerung ein Grabstein aufgestellt worden war. Sie hob die Kamera und machte ein weiteres Foto – ein Kind, eine Recherche.

„Lateinische Inschrift. Hm.“

Murmelnd berührte Julia auch die Inschrift auf dem Stein. Die Datierung erinnerte sie an das römische Zahlensystem und der Rest der Worte kannte sie aus Büchern in der Schule bzw. während ihrer untoten Tage. Nachdenklich geworden bewegte sie sich weiter. Ansbach bot viel Geschichte für seine Größe. Sie musste den Spuren nur folgen. Nachdenklich verschob sie das Zopfband in den Nacken.

Während sie weiterging und ihre Kamera wieder in ihre Umhängetasche steckte, blieb sie stehen. Ein Geräusch! Es kam aus der Nähe. Die feinen Züge in ihrem Gesicht versteinerten. Es machte das Lesen ihrer Gefühle schwer. Julias Körperhaltung spannte sich an. Die junge Dame vor Ihr sah aus wie ein König. In den Augen funkelte es. Eine falsche Bewegung und sie konnte entweder Angreifen oder das Weiter suchen. Es herrschte Krieg. Die Former waren durchaus in der Lage ihre Gestalt anzupassen.

„Guten Abend! Wer schreitet einsam über den Toten der Stadt?“

Kalt und Tonlos sprach Julia die Worte wie selbstverständlich aus. Die Augen von Julia öffneten und schlossen sich nicht in Regelmäßigen Abständen und sie atmete nicht regelmäßig wie ein Mensch. Das Äußere der jungen Frau studierte sie, fasste jede Bewegung auf. Eine Mahlzeit am Abend? Die Stimme ihrer zweiten Seele sprach zu ihr. Die Stimme kümmerte Julia nicht. Es konnte ein Vampire aus der Domäne sein. Abwarten.

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Izabella
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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Do 4 Feb - 8:28

Izabella war so fasziniert und konzentriert von ihren neuen Gaben gewesen, dass sie die andere Person erst sehr spät bemerkt hatte. Ein wenig peinlich war es schon, da konnte sie auf einmal hören wie ein Luchs und sehen wie ein Adler und hätte einen Laster neben sich nicht bemerkt. Sie sollte wohl aufhören sich auf Details zu versteifen und lieber die Augen für wichtige Dinge offen halten.

Da war eine Frau mit einer Kamera, die sie gerade einsteckte. Wahrscheinlich war sie hergekommen um den Friedhof bei Nacht abzulichten. Ein interessantes Motiv auch wenn es vielen Menschen sicherlich zu unheimlich wäre, nachts hierher zu kommen. Izabella war ein wenig mulmig und sie machte sich etwas Sorgen, denn sie traute sich selbst nicht. Sie hatte den Hunger kennengelernt, diesen alles verzehrenden Durst der keine rationalen Überlegungen mehr zuließ. Was wenn er zurückkam, genau jetzt? Was wenn sie sich nicht beherrschen konnte? Was wenn sie diese Frau anfiel? Doch gleichzeitig wollte sie es auch wissen, wie groß ihre Selbstbeherrschung war, wie stark sie sich unter Kontrolle hatte. Sie beschloss es einfach mal drauf ankommen zu lassen, im Zweifel konnte sie einfach weglaufen, zurück zu Silvia.

Oh hallo“ meinte sie und sah sie freundlich, wenn auch etwas fragend an „ich fühle mich hier nicht einsam, bei den Toten ist man in guter Gesellschaft“ sprach sie ihre Gedanken frei aus, dabei legte sie den Kopf ein wenig schief, eine unterbewusste Handlung, die sie aber wie einen Hundewelpen noch harmloser und unschuldiger aussehen ließ. „Ich hoffe ich habe dir die Aufnahmen nicht versaut, ich kann gerne gehen wenn du weiter Bilder machen willst?“ bot sie an. „Bist du Journalistin oder ist das nur ein Hobby?“ fragte sie aber gleich neugierig weiter. Als sie Julia betrachtete, bemerkte sie, dass sie Frau etwas blassere Haut hatte, aber sie kam einfach nicht auf die Idee nach weiteren Anzeichen zu suchen, dass ihr ein Kainskind gegenüber stand. Im ihrer Vorstellung musste es so wenige geben und diese sich so gut verbergen, wie standen da die Chancen gleich bei ihrem ersten Ausflug eine zu treffen?

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Julia
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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Do 4 Feb - 23:27

Die Augen der jungaussehenden Brujah musterten Izabella aufmerksam. Jede Bewegung wurde eingeschätzt vom Vorstand des Vampires und den Bedürfnissen des Tiers. Es war ein steter Kampf, der im Inneren eines jeden Vampires ausgefochten wurde. Nacht für Nacht das gleiche Spiel, vom Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang. Julia hörte aufmerksam zu. Die ersten Worten verbargen ihrer Meinung ‚überrascht sein’. Gut pariert, Mädchen. Die Angespannte Haltung der Vampirin entspannte sich. Es entstand ein Gesamtbild für Julia. Viele Male hatte sie selbst vor fremden Gestanden und reagiert, wenn sie einen Apfel oder eine Brieftasche mitgehen ließ. Sanfte Züge erheiterten sich und zeigten ein schönes Lächeln, das von einem erheiterten, wohlklingenden Lachen begleitet wurde. Amüsiert trat Julia einen Schritt vor und musterte Izabella erst von der einen den von der anderen Seite, stets bemüht, ihre Vorsicht nicht fallen zu lassen.

„Das schaffst Du so schnell nicht“, winkt die Brujah ab. „Blei ruhig, es gibt hier Platz genug.“ Julias Augen suchten den Augenkontakt, den Kontakt in die Seele eines jeden Menschen. Wo eben noch ein Feuer gelodert hatte, kehrte eine angenehme Wärme in den Blick ein. Die fühlbare Raubtieraura...war weniger Greifbar. „Ich halte nur meine Recherchen über Ansbach fest. Photographie ist nicht wirklich ein Hobby. Es gehört zu meiner Arbeit, aber ich bin keine Journalistin“, zwinkerte Julia. „Ein gut gemeinter Rat von mir: Mädchen in deinem Alter gehören nicht auf einem Friedhof. Ich hingegen kann ganz gut selbst auf mich Acht geben.“ Julia zeigte keine Anzeichen von Menschlichkeit. „Hat es dir den Atem verschlagen?“ Vielleicht lag sie mit ihrer Vermutung richtig... .

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Izabella
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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Mi 10 Feb - 8:25

Izabella fand, dass die junge Frau ein wenig misstrauisch drein blickte, aber wer würde das nicht mitten in der Nacht allein auf einem Friedhof. Und wirklich falsch lag sie damit ja nicht, denn so harmlos sie auch aussah, war sie doch zu einigem mehr fähig. Die Augen lagen sehr aufmerksam auf ihr, als würde sie entscheiden was sie von ihr halten sollte. Doch dann veränderten sich ihre Züge, wurden weicher und ein Lächeln erschien. Und dieses Lächeln änderte den gesamten Eindruck der Frau, als hätte man plötzlich ein ganz anderes Wesen vor sich, offener, zwar noch immer aufmerksam, aber jetzt wirkte es wie Neugier und nicht wie Misstrauen. Izabella war erleichtert dies zu sehen, sie wollte sich unbemerkt in der Welt der Menschen bewegen können, zumindest nachts zwischen ihnen wandeln und nicht sofort als…als das was aus ihr geworden war erkannt werden.

Die andere schickte sie auch nicht fort, sondern lud sie eher ein zu bleiben und sie erzählte von sich. Izabella hörte ihr aufmerksam zu, nicht nur aus eigener Neugier und Interesse, sondern auch weil sie es faszinierend fand was die andere über sich selbst zu berichten hatte. Sie hingegen…

In welchem Alter gehören Mädchen denn auf einen Friedhof?“ fragte Izabella keck zurück und zuckte dann mit den Achseln. „Es ist ein ruhiger Ort, voller Geschichte und ich glaube hier ist es wesentlich sicherer als an so manch anderem Platz in dieser Stadt“ kurz huschte etwas über ihr Antlitz, wie eine Erinnerung an Schmerz und Leid, doch schnell schüttelte sie es ab. „Und ich glaube diese Toten hier sind harmlos“ sagte sie und merkte nicht wie sie sich dabei versprochen hatte. D i e s e Toten, nicht die Toten im Allgemeinen. Und obwohl sie damit quasi preis gegeben hatte mehr über Tote zu wissen die alles andere als harmlos waren, wirkte sie weiterhin nicht bedrohlich. Es war kein Versuch jemanden einzuschüchtern, sondern mehr die Aussage eines sehr jungen und ungeschickten Vampires.

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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Mi 10 Feb - 20:26

Wen hatte Julia hier vor sich? So viele Jahre waren vergangen und doch erinnerte sich ein Teil von ihr, an ihr vergangenes Leben. Sie hätte selbst diese Antwort geben können. Frech und sympathisch wirkte das Mädchen auf sie – zumindest unschuldig. Jedes Wort drehte sie wie einen Silberling zwei Mal im Kopf um. Sie war es gewohnt, den Menschen oder den Vampiren zuzuhören. Ja, viele sahen nicht hinter ihre Fassade, aber es war ihr egal. Es ermöglichte ihr, andernorts Türen leichter zu öffnen. Es war ihr nicht entgangen, dass die junge Frau vor ihr ‚gestolpert’ war. Sie ließ sich nichts anmerke. Erst einmal reagierte sie selbst auf die Gegenfrage, diese hatte entwaffnende Silben.

„Tja, in deinem Alter bin ich oft auf Friedhöfen gewandelt“, überlegte Julia laut. Nachdenklich machte sie eine Pause. Wenn es sich um eine Vampiredame vor ihr handelte, blieb Vorsicht das beste Mittel. Andere Vampire stürzten sich gerne auf junge Beute. Julia war irgendwie anders. Sie wusste, woher sie kam und wie ihr Unleben begonnen hatte. Es wurde immer von harter Schule gesprochen. Julia wirkte abgelenkt. Ihre Augen wichen zur linken Seite aus. „Die Stadt ist derzeit kein gutes Pflaster. Ich habe es selbst gesehen.“

Die feinen Züge auf dem Gesicht der jungen Frau veränderten sich. Wenn Izabella genauer hinsah, konnte Julia nicht viel älter als sie selbst sein. Julia sah Izabella wieder fest an. Ihr Blick wirkte offener. Sie hatte sich entschieden, diese junge Dame freundlich zu behandeln. Türen – öffneten sich und schlossen sich. „Möchtest Du mich ein Stück begleiten?“, lud Julia Izabella ein und machte eine zarte, einladende Geste den Weg entlang, wobei sie einen Schritt zurücktrat, um Izabella den Blick auf den Weg nicht zu versperren. Der Ton ihrer Stimme blieb ruhig, freundlich. Es gab keine Anzeichen von Belehrungsversuchen. „Mich interessiert, wie du zum Thema ‚diese Toten’ stehst, besonders.“ War da ein Schmunzeln gewesen?

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Izabella
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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Do 11 Feb - 20:01

(wenn Iza Julia noch nicht „erkennen“ soll, kann ich den letzten Teil auch ändern?)

Izabella konnte nicht sagen warum sie dieser Begegnung so viel Bedeutung zumaß oder dieses Gespräch auskostete. War es weil sie zum ersten Mal allein draußen war, nach ihrer ...zweiten Geburt? Weil dies das erste Wesen war mit welchem sie über ganz normale Dinge sprechen konnte? Eigentlich sollte sie weitergehen, das Gespräch beenden, Abstand gewinnen, vielleicht zurückgehen und sich weiter unterweisen lassen in allen Dingen die für ihr neues Leben wichtig waren. Aber sie wollte nicht gehen, sie wollte einfach nur noch etwas hier sein, sich unterhalten, sich normal fühlen.
Die andere war zwar ein wenig vorsichtig, vielleicht reserviert aber gleichzeitig auch freundlich und zeigte sich bereit hier an diesem seltsamen Ort ein wenig zu tratschen.

Also blieb Izabella, genoss die Nacht und hörte weiter zu. Ein wenig verwundert war sie zu hören „in deinem Alter“ so viel Älter sah ihr Gegenüber doch nicht aus. Vielleicht zwei, drei Jahre und nach ihrem Aussehen wirkte sie wie eine Studentin, Kunst oder Journalismus. Kurz versuchte sich Izabella zu erinnern was sie darüber wusste, doch wo man studieren konnte oder was der Inhalt eines Kunststudiums war, das konnte sie nicht sagen. Diese Informationen, zusammen mit so vielem anderen waren einfach in das schwarze Nichts verschwunden, in welches sie bei ihrer Verwandlung getaucht war.

Fast hätte Iza gelacht, als die anderen meinte, Ansbach wäre zur Zeit kein guter Ort. Mit all den Kainiten war es da jemals ein wirklich guter Ort? Für Menschen sicher nicht.
Verwundert aber positiv überrascht reagiert sie auf die Frage ob sie ihr Gegenüber auf einem Spaziergang ein Stückchen begleiten würde. Man sah ihren Gesicht nur all zu leicht an, was sie dachte und das sie sich über die Gesellschaft aufrichtig freute. Sie folgte der einladenden Geste und trat auf den Weg, ließ dabei genügend Platz neben sich, damit sie nebeneinander gehen konnten. Die Uhrzeit mochte ungewöhnlich sein, doch sonst waren sie gerade einfach nur zwei Frauen die sich kennen gelernt hatten und nun ein wenig plauderten. Nur vielleicht nicht gerade übers Wetter. „Naja diese Toten, sie ruhen, sie haben ihren Frieden gefunden und sie sind nicht...“ begann Izabella ganz arglos doch noch während sie sprach hatte ihr Hirn begonnen zu arbeiten und ihre Stimme wurde leiser.

Sie war nie dumm gewesen, nur einfach unwissend auf den Gebieten die gerade jetzt wichtig für ihr Leben wurden. Doch schon im Studium hatte sich gezeigt, dass sie sich vieles schnell einprägen und richtige Rückschlüsse ziehen konnte, wenn sie nur genügend Informationen hatte. Die späte Uhrzeit, dass die Frau hier allein war, ihre Andeutungen während des Gespräches, ihre helle Haut, dass sie meinte älter zu sein... wie kleine Puzzlesteine setze Izas Geist die Hinweise zusammen. Mit einem Stirnrunzeln legte sie den Kopf etwas schief. Noch war es anstrengend und mit viel Konzentration verbunden, doch wenn sie sich bemühte konnte sie einen ihrer Sinne fokussieren, konzentrieren, bündeln. Sie lauschte angestrengt, nicht auf die vielen Geräusche der Nacht, nicht auf die Stadt mit ihrem Lärm sondern nur auf den Herzschlag ihres Gegenübers. Doch da war kein beruhigendes, rhythmisches Geräusch, nur Stille. Izabella sah auf und Julia direkt an. „Oh, du auch“ war alles was sie sagte, es klang nur Verwunderung darin mit, so als hätte sie gerade herausgefunden, dass sie beide Vanilleeis mochten. Sie war weder abweisend noch urteilend, weder ängstlich noch bedrohlich, sondern nur ehrlich überrascht gleich bei ihrem ersten Ausflug eine andere Vampirin zu treffen.

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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Fr 12 Feb - 18:38

Die Nacht und ihre Geräusche nahmen die beiden Frauen erneut ein. Leuchtende Augen sahen zum Himmel hinauf, sahen entspannt über die Gräber hinweg. Tief sog die jungwirkende Brujah die nächtliche Luft in ihre Lunge ein. Der Moment war passend gewählt. Ja, die junge Vampirin hatte es herausgefunden, sodass der Moment ausgekostet werden konnte. „Japp, so ist es.“ Julia setze einen Fuß vor den anderen, als wenn sie auf einer imaginären Linie ging. Eine Erinnerung an Izabella hatte sie nicht oder sie während des Kampfes und der Festlichkeiten gesehen. Im Leben wie im Unleben ‚Honesty is the best policy’ – Ehrlich währt am Längsten. „Du hast die Puzzleteile schnell zusammengesetzt.“ Julia sprach ruhig. Während sie sprach, sah sie aufmerksam zu Izabella. Mimik und Gestik konnten wie ein offenes Buch sein.

Eine Schöne Nacht. Das Tier in ihr murrte auf seine Weise. Sie konnte es unterdrücken. Der Happen war keiner mehr. „Ich sehe in dir eine unbekannte, junge Frau unserer Gesellschaft. Die Traditionen gebieten mir, dass ich mich Vorstelle: Ich heiße Julia Rayne; Neugeborene aus dem Blute der Gelehrten unter uns, Kind von Kathrine in Birmingham.“ Während sie sprach, unterstrich sie durch ein leichtes Nicken ihre Vorstellung. Ihre vollen Lippen schlossen sich. Ein Moment der Stille. Der Ball lag nun bei Izabella. Eine weitere Vermutung nagte in Julia und sicher erfreute sich das Tier daran, wenn sie einem jungen Vampire an der Nase herum führte. Was konnte es ihr einbringen? Die Kette von Möglichkeiten war sehr lang: Ein wütender Erzeuger, eine neue Freundin, Konflikte in der Gesellschaft. Zum Kotzen! Hah, fick dich dunkle Seite. Sie meinte ihr Tier. Ehrlichkeit!

„Lass dir bitte Zeit mit deiner Antwort und wähle deine Worte weise.“ Auf dem Friedhof waren wenige menschliche Ohren, die Fragen stellen würden. Eine Kanalratte jedoch... . Verärgerung schlich sich in die sanften Züge der Brujah, schnell lösten Gelassenheit, ein ehrliches Lächeln und ein offener Ausdruck dies ab. Andere Vampire kann ich hier echt nicht brauchen.

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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Mi 17 Feb - 14:27

Izabella wusste nicht genau was sie erwartet hatte, dass die andere es abstritt? Oder dass sie angriff? Sie beschuldigte? Weinte, schrie oder tobte? Doch ihr gegenüber blieb ganz ruhig und ganz salopp, fast wie nebenbei bestätigte sie Izabellas Schlussfolgerung. Das war überraschend angenehm und Izabella entspannte sich, wobei sie kaum gemerkt hatte, dass sie tatsächlich einen Moment angespannt gewesen war.

Doch dann veränderte sich die Körperhaltung der Frau und es war als straffte sie sich ein wenig als sie sich ganz förmlich vorstellte. Izabella hatte in der kurzen Zeit bereits begriffen, dass vieles eine große Rolle spielte, der Clan, wer einen erschaffen hatte und wem man seine Treue schuldete. Also blieb sie stehen und hörte ganz aufmerksam zu. Sie verstand nicht alles genau, denn sie war noch zu jung und von all den politischen Intrigen und Machtverhältnissen wusste sie wenig.

„Mein Name ist Izabella“ antwortete sie, nicht weil sie sich dessen sicher war, sondern weil dies der Name war, den ihr Silvia genannt hatte. Verrückt sich jemandem vorzustellen, wenn man doch selbst so wenig über sich selbst weiß. „Die Ahnin Silvia Reingruber schenkte mir meine zweite Geburt und damit entstamme ich dem Clan der Tremere“ sprach sie weiter jedes Wort langsam und exakt formuliert. Zum einen weil sie genau abwägte was sie sagen sollte und zum anderen weil es kaum etwas über sie zu sagen gab. „Ich bin…sehr neu auf dieser Welt und habe noch vieles zu lernen. Deshalb verzeih mir, sollte ich dich oder die deinen beleidigt haben!“

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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Mi 17 Feb - 20:31

Julia lachte erfreut auf. „Wie sollst Du mich beleidigt haben?“ Fragend hoben sich die Augenbrauen in Julias Gesicht. Es gab andere Worte und Möglichkeiten, ihr Blut zum Sieden zu bringen. Das Ergebnis wollte sie sich nicht ausmalen. „Du bist bei deiner Mutter in guten Händen. Ich denke, dass du mit der Zeit reifen wirst.“ Sichtlich genoss die Brujah den Spaziergang. Sie musterte einige Gräber länger und bog dann zusammen mit Iza links auf einen schmaleren Weg ein. Ihr Blick schweifte. Irgendwo fand sich bestimmt eine Bank. Sie stellte sich kurz auf Zehenspitzen. Ja, da hinten rechts war eine Bank.

„Zuerst Izabella, du kannst mich alles fragen, was du willst, solange es nicht mit den Interessen deiner Familie kollidiert. So sichern wir uns beide ab.“ Die feine, melodische Stimme bekam einen belehrenden Ton. Sanft und seidig klang der Tonfall aus. „Unsere Gesellschaft ist relativ konservativ und steif.“ Grinsend sah die junge Brujah die junge Tremeren Welpe an. „Also, Mädchen, sprich nicht gleich alle Fremde mit ‚Du’ an. Ich seh`s nicht so enge, weißte.“ Julia zwinkerte. „Aber sehen wir uns bei einem offiziellen Treffen unserer Gesellschaft, erinnere dich daran und an den förmlichen anderen Kram.“

Ein Moment der Stille kehrte ein. Irgendwo vermutete Julia eine Eule oder hatte sie sich verhört. „Ahm...achja viel wichtiger ist noch...wenn wir uns hier so frei weg von der Leber sprechen und das förmliche nicht so wichtig is, sag irgendwie Familie anstatt Clan und eher sowas wie Magier und nicht gleich den Namen deiner Familie. Klar soweit?“

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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Do 18 Feb - 14:09

Julia lachte und es war ein schönes Lachen, es klang hell und aufrichtig und egal ob Izabella es wollte oder nicht und vielleicht gerade weil sie die Tragweite ihrer neuen Existenz noch nicht begreifen konnte, entwickelte sie eine Zuneigung zu der Vampirin vor ihr. Sie würde noch viele harte Lektionen zu lernen haben, unabdingbare Vorsicht bis hin zur Paranoia, Leid, Schmerz und Verzweiflung. Auf sie warteten noch politische Intrigen unterschiedlichster Ausrichtungen, Machtkämpfe und Verrat. Ein spiegelglattes Tanzparkett auf dem jeder Fehltritt das Ende bedeuten konnte und noch kannte sie noch nicht einmal die richtigen Schritte.

Julia aber war die erste ihrer Art die sie bisher getroffen hatte, die offen wirkte, freundlich und nicht…nicht so wie die anderen. Ernst, verschlossen, abweisend und kalt. Aber vielleicht kannte sie ihre Erschafferin nur noch nicht gut genug und auf einem Treffen war sie bisher noch nicht gewesen. Sie prägte sich daher Julias Worte besonders gut ein, ihre Art zu sprechen und wie sie Dinge formulierte. Scheinbar wurde die Welt der Kainskinder in einem fragilen Gleichgewicht gehalten, durch Ettikette und Macht. Man sprach manche Dinge nicht direkt aus, wer wurde auch schon gerne Hausmeister genannt, wenn er doch ein Facility Manager sein konnte?

Sie gingen zusammen und Izabella war nie aufgefallen wie schön die Nacht sein konnte. Kalt war ihr nicht mehr, würde es wohl auch nicht mehr sein. Alle Farben waren gedämpft und entwickelten daher einen eigenen Glanz eine hypnotisierende Schönheit die den meisten Menschen wahrscheinlich verborgen blieb.

Izabella sah eine ganze Weile hinauf zu den Sternen, das Licht der Friedhofsbeleuchtung lag auf ihren unschuldigen Zügen. Ein Gesicht wie ein unschuldiges Kind, doch in ihren Augen lag etwas anderes, etwas dunkles und unheimliches, etwas, dass sie noch nicht ergründet hatte, von dem Julia aber schon wusste was es war. Schließlich neigte sie den Kopf und blickte die Bruhja wieder an. „Hast du es je bereut?“ fragte sie eine sehr intime und persönlich Frage, doch da sie so wenig wusste, brannte diese und andere Fragen noch umso mehr in ihr. „Dieses Leben…ist es lebenswert?“ dann seufzte sie „Bitte entschuldige, diese Frage ist nicht angebracht!“ Selbst unter Menschen wäre eine solche Frage nicht passend gewesen und Menschen waren sie beide nicht mehr.

„Ich danke dir für deine Offenheit und deinen Rat, ich muss noch so viel lernen“ sie rieb sich einmal übers Gesicht und schüttelte dann den Kopf. „Aber ich verderbe die schöne Nacht, sag mir wie können so…einzigartige Frauen wie wir in dieser Stadt Spaß haben?“ versuchte sie die leicht melancholische Stimmung wieder zu heben.

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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Do 18 Feb - 20:32

Der Abend glich einer Meditation. Es war zudem ein Vergnügen, denn gelegentliche Korrekturen bei der jungen Vampire Dame erfreuten das Tier in ihr. Kleine Happen beruhigten es und hielten die Ketten locker. Eine Erinnerung an ihre Erzeugerin kehrte zurück vor ihr geistiges Auge. Ein ähnliches Gespräch hatte sie mehr als einmal geführt. Zu der Zeit war Julia noch rebellisch gewesen. Jedes Wort hatte sie in Frage gestellt. Die Erinnerung schwebte vorüber. Vielleicht war sie damals noch mehr Punk gewesen als. Im hier und jetzt war es anders.

Im Bewusstsein, dass Izabella ein relativ junger Vampir war, erhöhte sich ihre Wahrnehmung bis zum Anschlag. Immer wieder sah sie in die Schatten und jede Biegung hinein. Jedes Geräusch wertete sie für sich. Izabella sollte nicht beunruhigt sein. Sicherheit war in diesen Tagen selten. So beobachtete sie Izabella und ihr entging der Ausdruck in den Augen nicht. Da hinter sitzt es und lauert auf unsere Fehler. Es zieht dich in seine Richtung, wenn wir nicht aufpassen. Darum bin ich lieber allein gewesen. Jetzt sieht es wider anders aus? Julia musste Blinzeln, als die Frage wie aus dem Nichts an ihr Ohr drang.

Unvermittelt blieb die Brujah stehen und ein anderes Lächeln legte sich in ihre feinen Züge. Zeigte sich da ein Schatten auf ihrem Gesicht? In ihren Augen und im Antlitz zeigten sich rautierhafte Züge. Sie beugte sich soweit vor, dass sie Izabella ins Ohr flüstern konnte. Die Stimme wirkte kalt, gefühlslos. Die Freundlichkeit und Freude hatte sich davon gestohlen. „Jaein! Izabella...diese Frage stellt sich nicht. Ziehst Du den Tod vor, vermag ich dir zu helfen. Endgültig.“ Weiter ging Julia nicht. Sie wusste nicht, wie weit sie das Tier der jungen Tremere reizen durfte. Stattdessen sah Julia Izabella fest in die Augen und lächelte wie zuvor.

„Es gibt nicht zu jeder Frage sofort eine Antwort.“ Nahm Izabella Julia ihr Verhalten übel? Es war gewagt gewesen. „Hm...Du wirst deine Gefühle nicht mehr so zeigen wie jetzt...zumindest wird es deine Entwicklung zeigen. Du denkst zu viel nach und verlierst dich irgendwann im Tier.“ Sie verstand das Unbehagen trat beiseite und hakte sich bei Izabella ein. „Wozu hast Du denn Lust? Verlangt es deinen Gaumen nach einem Tropfen? Tanz? Oder einfach nur eine gemütliche Bar?“ lachend stellte sie die Fragen. Julia war froh, dass das Thema gewechselt wurde.

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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Di 23 Feb - 9:31

Izabella hoffte Julia würde ihr die direkte Frage nicht nachtragen, welche sie ja zudem wieder zurückgezogen hatte. Manchmal hatte sie das Gefühl sich wie ein Blinder überall nur vortasten zu können. Das mangelnde Wissen um die Welt der Kainiten und um ihre eigene Vergangenheit war wie ein Klotz am Bein, der sie nicht weiterkommen ließ. Sie musste lernen, so viel lernen.

Julia war ganz ruhig neben ihr gegangen, wahrscheinlich hing auch sie Gedanken nach und überlegte sich ihre nächsten Worte. Doch dann drehte sie den Kopf und Izabella sah etwas Erschreckendes. Das gleiche Gesicht und doch verändert, verzerrt, mit spitzen Zähnen und einem hungrigen Ausdruck in den Augen. Es war unheimlich zu sehen wie aus der lächelnden Studentin etwas ganz anderes wurde. Izabella sah vielleicht zum ersten Mal das wahre Gesicht eines Vampirs. Wie gelähmt sah sie die neue Julia näher kommen, hart klang ihre Stimme und das Lachen war daraus verschwunden. Ihre Worte konnten gleichzeitig eine Drohung wie eine Einladung sein.

Doch wollte sie sterben? Sie wusste ja gar nicht was sie verloren hatte noch konnte sie erahnen was dieses Leben zu bieten hatte. Der Tod war endgültig, es gab keinen Wandel darin, nichts Neues. Und da war etwas in ihr das nicht sterben wollte, auf keinen Fall einfach ruhig abtreten, es würde mit Klauen und Zähnen um jeden Tag, jede weitere Minute kämpfen.

Julia schien sich zurück zu verwandeln und sprach wie zuvor. War es denn wirklich die Bruhja gewesen die zu ihr gesprochen hatte oder eine andere? Erinnerte sie sich an die Dinge die sie gesagt hatte? Es war als wären zwei Wesen in einem Körper. Eine ganze Weile stand Izabella nur da und betrachtete ihr gegenüber um zu entscheiden was sie von all dem denken sollte. Das Tier? War es das was sie gespürt hatte? Ein Tier in ihrem Inneren?

Ihre Stimme klang etwas belegt und nicht mehr so fröhlich als sie antwortete. „Gibt es noch mehr Orte wie diesen, ruhig, sicher und einsam?“ Izabella hatte zugehört, sie musste ihre Gefühle verbergen und nicht alles von sich preisgeben. Sie wollte nicht tanzen gehen, denn sie hatte keine Ahnung ob sie tanzen konnte. Sie wollte keine anderen Vampire treffen um dort nicht weitere Fehler zu machen und sie wollte keine Menschen treffen, da sie nicht wusste wie sie auf diese reagieren würde.

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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Di 23 Feb - 18:24

Eine offenbar nicht einheimische Person taucht mit schlurfenden Schritten aus der Dunkelheit auf, ein schwarzes dickes Gewand, eine gebückte Körperhaltung verraten nicht viel. Ob Männlein oder Weiblein ist schwer auszumachen, da der Kopf ebenfalls bedeckt und vermummt ist. Ein unsagbar starker Knoblauchgeruch strömt von diesem Individiuum aus.

In weiterer Entfernung bleibt Sie stehen und beobachtet ungeniert die beiden anderen nächtlichen Besucher. Die Friedhofsbeleuchtung ist ausreichend um diese dunkle Gestalt zu erkennen jedoch nicht um sie näher zu identifizieren.

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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Di 23 Feb - 18:25

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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Di 23 Feb - 19:28

Die Augen der Brujah suchten den Augenkontakt mit Izabella. Die eine oder andere Reaktion konnte sie aus diesem jungen Gesicht ablesen. Sie wusste wie es sein konnte. Ihre Innere Stimme sagte deutlich, dass sie den jungen Welpen einfach den großen zum Fressen geben sollte. Alter, ich werd hier noch sentimental... . Julia zog eine Grimasse. Es sah irgendwie komisch aus, bevor ein fröhliches Lächeln zurückkehrte. Den rechten Handschuh zog sie aus und hob das Kinn von Izabella an.

„Hör ma, ich bin auf deiner Seite. Ich stehe zu meinem Wort“, munterte Julia Izabella auf. Der feine Finger der Brujah war relativ kühl. Das brachte eine wandelnde Leiche wohl mit sich. „Wenn es nach mir geht, gehen wir beiden Hübschen in nen Pub, aber ,hey, einen anderen Friedhof oder verfallenes Gebäude ist bestimmt eher nach deinem Geschmack!“ Ein kurzes Zögern ließ eine Pause entstehen. Die Stimme der Brujah klang leiser und Gedämpft. „Wir beide werden zu einem anderen Zeitpunkt zusammen jagen gehen!“, flüsterte Julia. „Versprochen?“, fragte sie und sah Iza schelmisch an. „Du wirst Spaß haben und Fragen suchen Antworten.“

Ein Bruderkuss oder eine Umarmung wäre jetzt noch richtig gewesen. Es lag so in der Luft. Irgendwie fühlte sich Julia gerade wie eine große Schwester und der Unterschied zu den Clans war ihr egal. Ja, es war ein schwacher Moment, aber so war sie eben aufrichtig und hilfsbereit. Die Brujah zog den Handschuh wieder an, hakte sich wieder ein. Ein Gefühl der Sicherheit gebend. Es gab Julia eine gewisse Kontrolle, falls Iza eine andere Seite zeigte. Ihr Tier selbst blieb ruhig...aber die Instinkte waren hellwach.

Den Friedhof hatte Julia immer im Blick. Der Beruf brachte es mit. Die Unbekannte Gestalt sorgte dafür, dass sie sich wieder anspannte. Ihr Tier wurde fühlbarer als Zuvor und drückte diese Anspannung aus. „Izabella, bleib wachsam, die Gestalt dort.“ Es war eine erste Lektion. Murmelnd presste sie die Worte hervor. Ein kleiner Schnack eben nur zwischen zwei Frauen, die ihren Mut Beweisen wollten. Aus der Entfernung ließ sich nicht weiter ausmachen, um wen oder was es sich handelte. Konfrontation war stets ein guter Weg gewesen. Die Messerklinge unter ihrem Mantel am Gürtel vermittelte gerade ein warmes Gefühl. Was hat ne Burka hier zu suchen? Nur kurz atmete sie ein, aber der Geruch nach Knoblauch sorgte dafür, dass sie es unterließ. Die Gosse brachte schlimmeres hervor.

Julia beobachtete.

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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Di 23 Feb - 20:16

Die eingehüllte Erscheinung nähert sich betont langsam, ein sachtes Wimmern ertönt kurz als die Figur kurz zu stolpern scheint. Eine Knoblauchzehe purzelt unter dem Gewand hervor. Ein Fusstritt eines Schnabelschuhs der fix unter dem Saum hervorlugt befördert die Gewürzpflanze rasch zur Seite.

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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Mo 29 Feb - 8:49

Kurz war der Impuls vor der anderen zurückzuweichen fast überwältigend, sie hatte ihr Tier gezeigt, sie gehörte einem anderen Clan an und trotz ihres, fast intimen Gespräches wusste sie quasi nichts von ihr. Doch auch wenn sich ihre Pupillen verengten, blieb sie ruhig stehen und ließ den Körperkontakt zu. Immer Haltung bewahren, nie die Fassung verlieren, kühl und reserviert bleiben, Silvia hatte sie viel gelehrt. Julias Fingerspitzen fühlten sich kalt und hart an, als würde man von einer Mamorstatue berührt. Izabella selbst sah noch immer stark nach einem Menschen aus und selbst ihre Haut fühlte sich zwar kühl aber nicht kalt an. Manche ihrer Spezies zeigten das tierische ganz offen, manche lockten ihre Beute mit ihrer Schönheit, Izabella hingegen machte sich ihr unschuldiges Aussehen zunutze, niemand würde hinter ihrer Fassade eine wilde Bestie vermuten. Etwas dunkles, das immer lauerte, hinter diesen tiefblauen Augen.

Die Bruhja bestärkte noch einmal ihre Zusage, dass sie keine Feindinnen zu sein brauchten, sondern sich bis zu einem gewissen Grad, der von Etikette und Clanzugehörigkeit vorgegeben war, anfreunden konnten. Eine gemeinsame Jagd klang aufregend und berauschend. Izabella hatte noch nie gejagt, die letzten Jahre hatte sie eigentlich das Gegenteil gelernt: eiserne Disziplin. Sie hatte sich nur nähren dürfen wenn es ihr erlaubt wurde um ihre Zurückhaltung zu stärken. Mit Schaudern erinnerte sie sich an ihre Abschlussprüfung, in einem Raum mit einem Prachtexemplar von einem Menschen. Eine gesunde Frau, eine dieser verrückten Veganerinnen die ihren Körper als Tempel betrachteten. Man hatte ihr mehrere Schnitte zugefügt und sie dann blutend in den gleichen Raum gebracht in dem Izabella wartete. Die Türe wurde geschlossen und erst zur nächsten Nacht wieder geöffnet. Izabella war so hungrig gewesen, sie hatte seit Tagen nichts zu sich genommen um diese Prüfung möglichst schwer zu gestalten. Der Geruch des frischen Blutes hatte sie fast wahnsinnig gemacht und lange Zeit war sie der Überzeugung diese Prüfung nicht bestehen zu können.

Sie blinzelte und verscheuchte die Erinnerung, eigentlich ironisch, bei ihren wenigen Erinnerungen eine nicht behalten zu wollen. Die Spannung die bis eben in der Luft gelegen hatte wich wieder als sie gemeinsam ihren Weg fortsetzen. Von außen betrachtet hätte man sie für Freundinnen halten können, die vielleicht eine Mutprobe machten, oder irgendeinen Gothikfimmel hatten. Irgendwie war Julia so ganz anders als Silvia und die wenigen anderen Vampire die sie bisher getroffen hatte. Erfrischend anders. Izabella beschloss als nächstes ein eher unverfängliches Thema anzuschneiden, doch dazu kam es nicht. Julia wies sie auf eine Gestalt hin, die mit ihnen am Friedhof war. Izabella ging im Geist sofort alle Möglichkeiten durch, ein Teenager der hier vielleicht Grafiti sprayen wollte? Der Friedhofswärter oder jemand aus der nahen Kirche? Ein Obdachloser, der einen trockenen Schlafplatz suchte? Die Gestalt war ganz verhüllt und bewegte sich seltsam schlurfend. Julias Anspannung lies Izabella eine weitere Möglichkeit in Betracht ziehen: ein anderes Kainskind.

Aber was wollte er oder sie hier? War man ihr gefolgt? Oder Julia. Izabella wusste von Spannungen und Kämpfen, aber nur aus Büchern und Erzählungen. Sie beobachtet wie das andere Wesen langsam näher kommt und drehte den Oberkörper ein wenig um instinktiv weniger Angriffsfläche zu bieten und einen besseren Stand zu haben. „Wer bist du?“ fragte sie und wieder klingt ihre Stimme warm und lieblich, wie ein Frühlingstag, es ist eine direkte Frage und doch klingt es wie eine freundliche Einladung sich vorzustellen.

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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Mo 29 Feb - 12:55

Wenige Meter entfernt bleibt die Gestalt stehen und schnaubt im hohen Ton krächzend :

"Hatice...!"

Dann macht sie einige Zeichen zur Teufelsaustreibung, während die Arme wild herumrudern fallen einige Schaben aus dem Ärmel oder den zerschlissenen Handschuh.

danach weicht die/der Unbekannte langsam furchtsam zurück.
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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Di 1 März - 11:16

So unschuldig und tödlich. In Julias Augen war Iza ein frisches, unschuldiges Mädchen gewesen, mit dem sie eine Unterhaltung führen konnte. Ihre Vampire/Menschkenntnisse hatten sich getäuscht. Es erinnerte sie viel mehr an ihre Vergangenheit, als sie selbst als Mädchen noch auf der Straße gelebt hatte. Große Kulleraugen überzeugten jeden Passanten, eine schnelle Münze locker zu machen. Es verhielt sich hier genauso. Die jungaussehende Brujah überließ Izabella das Feld, damit sie es bereiten konnte. Durch beobachten lernte man sein Gegenüber viel schneller kennen. Das galt für die Burka und für Izabella. Wenn Sie mit Izabella auf die Jagd ging, konnte es interessant werden. ‘Ihre Unschuld ist wie ein Honigtopf‘, dachte Julia.

Die Stimme von ‚Hatice‘ ließ die Brujah reagieren. Im schwachen Licht erschien ihr Gesicht blumiger, die Augen öffneten sich und schlossen sich und der Brustkorb hob sich leicht. Julia stieg in das unschuldige Spiel ein. Scheinbar klammerte sie sich fester an Izabella, als sie diese Bewegungen von ‚Hatice‘ sah. „Das ist gruselig…wie im Film.“ Ein leichtes Zittern war dem feinen, melodischen Klang ihrer Stimme zu entnehmen. Das Tier spielte mit. In den Spiegeln ihrer Seele – den Augen – lag Unwohlsein, Zurückhaltung, doch weit hinten brannte ein Feuer. Das Tier konnte ihre angeborene Wut schnell nutzen. „Boah, krass das ist ja wie bei den Treffen dieser Mittelalter LARP Gruppe. Voll authentisch und so.“

Das Vitea ließ sie in ihrem Körper zirkulieren. Vielleicht brauchte sie es schneller, als gedacht. Die junge Brujah biss sie auf die Unterlippe. Iza sollte das Feld bestellen.


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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Di 1 März - 12:12

"Hatice " gurrt in beschwörenden Ton böse zu den beiden Girls  :

...Vampyr?...  Wollen trinken Blut...  Hatice nichts getan... Hatice viel Knoblauch hat !
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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Di 8 März - 10:06

Izabella hatte, noch immer das freundliche Lächeln auf den Lippen, die andere Gestalt nicht aus den Augen gelassen. Sie war noch ein paar Schritte näher gekommen und dann stehen geblieben. Deren Stimme war ein starker Kontrast zu ihrer eigenen, sie klang unangenehm zu hoch als fahre jemand mit den Fingernägeln über eine Tafel. Izabella ist sich nicht einmal sicher, dass es ein Name sein soll. Sie kann auch nicht sagen ob das ängstliche Gebaren ihres Gegenübers echt oder nur gespielt ist. Mehr und mehr wirkt es wie ein völlig verrückter Penner, jemand der an den übelsten Orten lebte und mit Fusel oder anderen billigen Drogen zu viele Löcher in sein Gehirn geschossen hatte. Doch es gab noch andere Erklärungen und diese mahnten zur vorsicht.

Trotz ihrer Analysen und Beobachtungen fiel Izabella nicht aus ihrer Rolle, nur ihre Augen verrieten, dass es scharfer Verstand hinter dem zarten Blondchen steckte. Silvia hatte sie gelehrt diese Rolle nicht nur zu spielen, sondern zu leben, zu verinnerlichen und damit zu kaschieren, dass sie wie alle anderen auch nur ein Jäger war. Jemand der bei den Menschen als eine der ihren durchging, mehr noch, der bei den Menschen den Wunsch weckte sie zu beschützen, war wertvoll für den Clan.

Nur aus den Augenwinkeln bemerkte wie sich Julia veränderte und in Sekundenschnelle diesem Spiel anpasste. Nur zwei Mädels die nachts auf den Friedhof gegangen waren und sich jetzt gruselten. Julia musste weitaus älter und erfahrener sein als sie selbst, denn auch ohne sich abzusprechen hatten sie eine Strategie entwickelt um mit dieser Situation umzugehen. Auch sie fasste nach Julias Hand, doch nur so, dass die Bruhja noch schnell handeln und frei reagieren konnte. Sie selbst war keine Kämpferin, sie war der Lockvogel und die Falle.

Der andere hatte wieder angehalten, seine Stimme klang nun dunkler, wie ein Fauchen aus der Tiefe. Er sprach von sich selbst in der dritten Person und es klang sowohl wie eine Frage als auch wie eine Anklage als er von dem Verlangen nach Blut sprach. Hatte er sie durchschaut? War er selbst einer aus dem Volke Kains? Ein Guhl? Der intensive Geruch nach Knoblauch unter dem viele weitere Schichten von Gestank lagen machten es schier unmöglich etwas anderes zu riechen. Doch hatte sie mehr als einen Sinn zur Verfügung und so lauschte sie auf einen möglichen Herzschlag, während sie und Julia weiter ihr Spiel spielten.
Du hast recht, voll unheimlich! Vielleicht sollten wir ein Selfie mit dem Kerl machen, morgen glaubt uns das doch sonst keiner!“ sagte sie und versuchte den Tonfall zu treffen, den sie bei selbstverliebten Mädchen im Fernsehen gelernt hatte. „Hey du, hast du dein Kostüm selbst gemacht? Ist echt gut geworden, aber wo sind denn die anderen, oder bist du ganz allein hier?

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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Do 10 März - 21:29

Auch hier bitte Wahrne.+Aufmerk. gegen 6

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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Fr 11 März - 6:06

Izabella rolls 5 dice to Wahrnehmung 2,4,8,10,10 [3 successes]

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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Fr 11 März - 22:13

Date/Time Description Result
2016-03-11 14:11:16 H. U. G. O rolls 6 dice to Wahrn. +Aufmerksk. 7,4,2,1,8, 6 [2 successes]
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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Fr 11 März - 22:14

Die Gestalt wird mucksmäuschenstill und weicht zurück...
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Julia
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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Sa 12 März - 0:46

2016-03-11 16:28:58 Julia rolls 7 dice to Wahrnehmung 7,7,7,9,2, 1,10 [4 successes]

Izabella machte sich gut. Sie musste einen scharfen Geist haben. Die Hexer holten sich nur die Besten der Besten. So blieb Julia in ihrer Rolle der verstörten Studentin. Dieser Begegnung ging sie lieber friedlich aus dem Weg.

„Warte, ich hol mein Smartphone raus.“

Mit der freien Hand griff Julia leicht zitternd in ihre Tasche. In der Hand hielt sie das Smartphone. Ihre Stimme klang eingeschüchtert fast schon verängstigt. Sie trat bewusst nicht auf wie ein Monster.

„Lass uns schnell das Bild machen... . Ich will hier nur weg!“

Wenn die Gestalt wusste, dass einer von ihnen ein Vampire war... . Julia hielt das Handy hoch, und posierte für ein schnelles Selfie. Das glaubte ihr echt keiner. Sofern Izabella mitspielte. Ein ehrliches Lachen zeigte sich nicht auf ihrem Gesicht.


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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Sa 12 März - 17:46

Izabella begann sich mehr und mehr zu fragen wer die vermummte Gestalt sein sollte. Sie wusste nicht mehr viel von der Welt der Menschen, doch verhielten sie sich tatsächlich so merkwürdig? Sie hatte zu wenig Erfahrung um sich wirklich sicher zu sein, doch sie hatte Julia neben sich und so beschloss sie einfach auf die Bruhja zu vertrauen. Sie hatte ein Spiel vorgegeben, dass Izabelle mitspielen würde, auch wenn sie noch nicht sagen konnte zu welchem Ergebnis es letztendlich führte. Also lächelte sie weiter und versuchte in ihrem Blick nur mildes Interesse und nicht beißende Neugier durchscheinen zu lassen. Die Gestalt vor ihnen war nun ruhiger und inzwischen auf dem Rückzug. Sie rannte nicht in Panik davon, sondern machte kleine, langsame Schritte.

Julia kündigte an ihr Mobiltelefon rauszuholen und im ersten Moment war sich Iza nicht sicher ob sie stattdessen vielleicht eine versteckte Waffe ziehen würde. Doch es waren tatsächlich die schlichten Umrisse eines Smartphones mit einer guten Kamera. Irgendwie war es beruhigend zu wissen, dass Julia noch nicht zu alt war um sich mit der neuen Technik anzufreunden. Für manches Kainskind war selbst die Abschaffung der Monarchie noch ein revolutionärer Gedanke, geschweige denn all dem Fortschritt den es heute gab. Beinahe täglich wurde etwas neues erfunden, weiter entwickelt oder verbessert. Julia hielt das Smartphone zitternd und sprach mit belegter Stimme, es war so realistisch, dass es fast schon komisch wirkte. Natürlich nur, wenn einem klar war, zu was jemand wie sie eigentlich fähig war. Ob sie dies geübt hatte, vielleicht für die Jagd oder um sich bei den Menschen einzuschleichen? Waren nicht alle Vampire mehr oder weniger Schauspieler?

Julia machte schnell ein Bild, doch Iza hatte noch eine Idee, ein kleiner Test nur um ihre eigene Neugier zu befriedigen. „Wir gehen ja gleich, aber mach noch eines von mir, wir wollen doch...alles drauf haben“ sagte sie und grinste. Dann drehte sie sich bewusst um, sie stand nun mit dem Rücken zu der Gestalt und bot eine ausgezeichnete Zielscheibe. Sie ging sogar so weit, ihren langen Haarzopf nach vorne zu nehmen, als wollte sie auf dem Bild besonders gut aussehen. Aber eigentlich legte sie damit ihren Nacken frei. Wenn dies wirklich ein Feind war, würde er sich diese Gelegenheit wohl nicht entgehen lassen. Ein kleiner Schauer lief über ihren Rücken, sie hatte im Grunde keine Ahnung was sie tun sollte, wenn sie wirklich angegriffen würde. Sie vertraute einfach darauf, dass Julia, die die Gestalt noch immer beobachtete eingreifen oder ihr ein Zeichen geben würde. „Ist auch alles zu sehen?“ fragte sie unschuldig wie immer, doch nun da ihr Gesicht vor dem anderen verborgen war, sah man eine leichte Anspannung darauf.

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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Sa 12 März - 21:29

Die Gestalt schlägt sich die Hand vor den Kopf und schüttelt den Kopf. Ein kurzes Keuchen und husten.... Dabei könnte man meinen die Gestalt krächzt verstohlen den Satz :...sind die gaga ?"

Ein Foto wollen die beiden nun machen. Nun gut. "Hatice" knickst und bleibt bereitwillig in Pose. Dabei zieht Sie ebenfalls ein Mobiltelefon und fotografiert frech die beiden Mädels und meint klirrend :

"Gülle... Gülle. "

Danach verschwindet sie in der Dunkelheit...
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Julia
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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   So 13 März - 14:46

Als sich Izabella umdrehte und posierte waren die Bewegungen von Julia gefestigt. Das vorherige Zittern war fast verschwunden. Es legte sich eine starke Anspannung in ihren Körper. Eigentlich konnte ihr Izabella egal sein, denn sie brachte sich selbst in Gefahr und ihr Tier jaulte vor vergnügen. Wer das Spiel begonnen hatte, musste es auch zusammen beenden. Izabella war jung, naiv und etwas, das Schutz bedurfte. Über den Live View richtete sie die Handykamera aus und erfasste die Szene: Iza und die Burka aus dem Grab in kosmischer Pose; schnell den Auslöser gedrückt. Ja, Hatice konnte ihr ein Lächeln abringen beim Knicksen und Posen. Die Augen der Brujah wanderten dann auf den freien Hals der Tremere. Wenn sie eine Sterbliche gewesen wäre... . Der zarte Hals sah schmackhaft aus. Schlechter Gedanke. Die Gefahr war groß, doch schnell vorbei.

Das krächzen lässt Julia aufhorchen. Raubtieraugen beobachten die vermummte Gestalt, verfolgen jeden Bewegung und ordnen das Mobiltelefon nicht als Bedrohung ein. Vorerst. Julia bewegte sich wieder dich an Izabella heran, sodass sie schützend bei ihr stand. Ihre Körperhaltung drückte aus, dass sie bereit für einen Kampf war. Die letzten Worte – empfundene Beleidigungen – hatte nur noch mehr dafür gesorgt, dass sie kurz vor einem Angriff stand. Es fiel ihr schwer, dass Tier in ihr zu beruhigen. Ihr Kiefer mahlte und die Hände waren zu Fäusten geballt, öffneten und schlossen sich wieder. Ruhig Kleines. Atme ein und aus. In ihrer Vorstellung hätte es leicht sein können, Hatice einzuholen und zu zerreißen. Es waren nur Bilder, damit das ihr Tier ruhiger wurde. Ein paar Schritte machte sie nach vorne. Es tat gut, sich zu bewegen.

Die Augen verfolgen Hatice, bis diese nicht mir in Sicht ist. Julia dreht sich um. Nur langsam fällt die Anspannung vor ihr ab. Izabella kannte es schon, denn Julia hat das Verhalten gezeigt, als sie sich begegnet sind. Im Ton der Stimme von Julia schwingt ein tiefes Knurren mit, dass nicht gegen die junge Tremere gerichtet war. „Endlich ist sie weg. Die letzten Worte hätte sich der Kartoffelsack sparen können.“ Bewusst atmet die junge Brujah, um sich weiter zu beruhigen. Der raubtierhafte Blick in ihren Augen verschwand. Ihr Lächeln kehrt noch nicht schnell zurück und für den Moment straft sie Izabella mit dem Blick einer großen Schwester.

„Du bist verrückt, Izabella. Die Pose hättest du dir echt sparen können.“ Der knurrende Unterton verschwand. Stattdessen hören sich Julias Worte belehrend an. Die Arme verschränkt sie vor Brust. Es folgte ein leichtes Zwinkern mit dem linken Auge, dass irgendwie in ein nicht passend wollendes Schmunzeln übergeht. Erfrischend ist umso mehr das Lachen der jungen Brujah. Es löst ihre letzte Anspannung: Kein strenger Blick, keine strenge Haltung. Das Tier in ihr ist wieder ein gesperrt. Sie hekt sich erst mal nicht bei Izabella unter. Die Anspannung der jungen Tremere ist nciht zu übersehen gewesen.

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Izabella
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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Mo 14 März - 14:20

Die junge Tremere kann nicht sehen, was hinter ihr vorgeht, doch kann sie hören und in Julias Reaktionen lesen. Obwohl sie ganz still dastand, in Pose für ein Foto welches niemanden interessierte, war es als würde in ihr eine Saite schwingen. Eine sanfte aber unangenehme Vibration die sowohl körperlich wie geistig zu spüren war. Izabella wusste nicht was sie davon halten sollte und erst nach einigen Momenten wurde ihr bewusst um was es sich handelte: ein Knurren. Eine Warnung die nur sie hören konnte, eine Mahnung vorsichtiger zu sein und eine sehr eindringliche Erinnerung, dass sie nicht allein war. Iza wusste nicht was sie mehr schockierte, dass sie sich in eine Situation gebracht hatte die ihren „dunklen Freund“ weckte oder dass er nach so vielen Tagen stille nun auf einmal wieder so machtvoll da war.

Hinter sich hörte sie rascheln und dann eine sehr seltsame Stimme die sie verspottet und dann schnelle Schritte die sich entfernen. Julia war näher gekommen und ihre Körpersprache war eindeutig, abwehrend der anderen gegenüber und beschützend für sie. Izabella wandte nur ganz leicht den Kopf und konnte sehen wie sich alle Muskeln in Julias Körper scheinbar gleichzeitig anspannten, sie wirkte größer und um einiges bedrohlicher. Wie ein kuscheliger Goldenretriever der auf einmal zeigt wie viel Wolf noch in ihm steckt. Es waren nur kleine Veränderungen, aber anlegen wollte sie sich mit der Bruhja sicher nicht, wenn sie von Kampfeswut durchzogen war.

Als sich die vermummte Gestalt entfernte, folgte ihr Julia ein paar Schritte und auch Izabella konnte sich jetzt wieder umdrehen. Die Bruhja wartet bis sie wieder ganz allein auf dem Friedhof sind, ehe sie zu ihr zurückkehrt. Und auch ohne eine Expertin darin zu sein Gesichter zu lesen, weiß Izabella, dass sie wieder einen Fehler gemacht hat, dass sie zu viel riskiert hat und zu weit gegangen ist. Die Bruhja ist wütend auf sie und wahrscheinlich hat sie damit recht. Alle Vorteile, die sie als Kainskind hatte, machten sie nur stärker den Menschen gegenüber. Andere Vertreter ihrer Spezies waren kräftiger als sie, schneller und hatten das kämpfen gelernt. Sie hingegen hatte als einzige Waffe ihren scharfen Verstand und dann zeigte sie sich so dumm?
„Es tut mir leid“ antwortet sie leise „ich…weiß nicht warum ich auf eine solche Idee gekommen bin, es war leichtsinnig und dumm und ich hätte dich nicht mit in so etwas hineinziehen dürfen.“ Julia war vom ersten Moment freundlich gewesen, hatte ihr in der letzten halben Stunde hilfreiche Tipps gegeben und ihr sogar angeboten ihr Ansbach zu zeigen. Und diese letzten paar Minuten hatten offenbart, dass sich Julia nicht nur auf ihre Seite gestellt, sondern sie auch beschützt hätte, wenn es zu einem Kampf gekommen wäre.

Die Bruhja bewegte sich noch ein wenig, doch ihre Haltung wurde immer freier und ruhiger. Und dann kam das Lächeln auf ihre Züge zurück und das Raubtier tarnte sich mit der frechen, aber lustigen jungen Frau. „Ich danke dir, wirklich!“ stellte sie klar, dass ihr bewusst war, was Julia bereit gewesen wäre für sie, praktisch eine Fremde zu tun. „Da du mich heute schon aus so vielen Fettnäpfchen geholt hast, schulde ich dir denke ich einen Gefallen. Solltest du also einmal etwas brauchen, beidem i c h dir helfen kann, dann zögere nicht.“ bot Izabella an. Sie fand wirklich, dass sie es der Bruhja schuldete und sofern es nicht gegen ihre Familie oder die Traditionen ging, würde sie sie auch nach besten Gewissen unterstützen.

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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Mo 14 März - 17:14

Ein riesiges Wesen schob sich hinter einer der kleinen Grüfte hervor es war so etwa 2,70m hoch, muskelbepackt und schwarz.
Seine leuchtend grünen Augen hatten das kleine Grüpchen fixiert, wärend sich das Wesen auf alle viere stellte, etwa wie ein Gorilla.
Dies war keines dieser Tzimisce-Monster, nein, dazu sah es zu sehr nach einem Wolfling aus, obgleich dem Wessen jegliches Fell fehlte.
Die schwarze Haut des Wesens schimmerte im Licht des Vollmondes. Die Missgeburt knurrte laut und deutlich... wegen ihnen geschah das alles... sie waren Schuld...nie wieder würdeer Gaia nahe sein, oder einem Rudel, oder sonst wem. Die etwa 20cm langen Klauen bewegten sich ein wenig.
Er würde sie Schlachten - alle.
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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Di 15 März - 14:44

Description Result
2016-03-15 07:42:20 Izabella rolls 3 dice to Mut (Diff Cool 4,2,7 [failure]


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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Di 15 März - 15:23

H. U. G. O der sich bereits etwas entfernt hat reagiert überrascht.  Soetwas hat er bislang nicht gesehen.  Häßlichkeit und weitaus schlimmeres gewohnt ist er dennoch zu Recht beunruhigt. Dieses Monster ist kein leichter Gegner,  mehr noch der Gedanke eine Beute zu werden ist unangenehm, sein Tier regt sich.  Es beginnt ein Kampf im innern des Nosferatu.  Wie ein wütend auftretender Wrestler zerreißt er die Burka  in zwei Teile.  Wild schüttelnd entledigt er sich der übriggebliebenen Stofffetzen und springt auf alle Viere.  Seine Augen rollen und scheinen wie hinter einem roten Schleier zu verschwinden.

Ein Knurren verlässt seine Kehle.  Guttural  sind auch seine Drohgebärden die er dem Widersacher entgegenbringt.  Da ist er wieder der Gedanke an ein Fliehen. Hastig wenden sich seine Gedanken der Flucht zu und überrennen den Geist des Neonaten. Wieder ein schütteln..... NEIN! Flucht ist genauso sinnlos wie dem Unhold in einem fairen Kampf beizukommen...

Fieberhaft überlegt H. U. G. O was am besten wäre.  Er schaut zu den beiden Frauen die ihm schon von Anfang an nicht koscher vorkamen.  ..Ach sollen sie versuchen zu fliehen. Helfen kann er ihnen nicht. ...Und die Maskerade ??? Daran zu denken erscheint geradezu lächerlich in Anbetracht des Ungetüms. Dennoch will er es nicht unbedingt darauf ankommen lassen.  Er positioniert sich und beginnt die Kraft seines Blutes zu nutzen und beginnt es in Stärke umzuwandeln. (2 BP)
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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Di 15 März - 16:56

2016-03-15 09:35:45 H. U. G. O rolls 6 dice to Ini: Wah+Aufm 2,2,8,4,2, 7 [2 successes]
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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Di 15 März - 19:44

Izabella hatte den Blick ein wenig reumütig gesenkt gehabt und hob ihn nun um Julias Reaktion auf ihre Entschuldigung zu sehen. Doch eine Bewegung schräg hinter der Bruhja zieht ihren Blick an und sie kann nicht mehr wegsehen. Es ist wie ein wahr gewordener Alptraum, nur das in Alpträumen normalerweise Vampire diejenigen sind, vor denen man Angst haben muss. Es war groß, nein groß ist eine zu schlichte Beschreibung für den Berg aus Muskeln, Zähnen und Klauen neben dem die Gräber klein und zerbrechlich wirken. Seine Haut ist schwarz und damit in der Dunkelheit perfekt getarnt. Seine Augen fixierten sie und darin konnte Izabella eine schreckliche Intelligenz erkennen und den Drang zu töten.
All das konnte Julia noch nicht sehen, doch konnte sie das Entsetzen an Izabellas Reaktion ablesen. Der sanfte rosafarbene Teint verschwand als sie immer blasser wurde, ihre Augen weiteten sich und ihr Mund stand vor Schreck ein Stückchen offen. Wie angewurzelt erstarrte sie mitten in der Bewegung und starrte unablässig auf das, was da aufgetaucht war.

Welche Bewegung ist wohl die schnellste? Was kann die längste Strecke in der kürzesten Zeit zurücklegen? Schall? Licht? Wissenschaftler mochten immer genauere Messmethoden entwickel, Gerätschaften und Apparaturen um etwa eine Datenübertragung schneller zu machen. Doch konnte bisher wohl kaum etwas mit einem fliegenden Gedanken mithalten, mit den elektrischen Impulsen zwischen den Neuronen im Gehirn. Jedenfalls kam es Izabella so vor, denn als sie dort stand, der Körper steif und unbeweglich, da war es ihr Verstand, der trotzdem weiter machte. Nachdem die ersten hundert Gedanken in etwa „scheiße, scheiße, das darf doch nicht wahr sein, ich drehe durch, ich mein Gott, ich werde sterben, scheiße, ich bin tot, ich bin tot, ich bin gestorben, ich bin tot“ waren, übernahm der rationelle Teil , der seit Kindesbeinen trainiert und in dem letzten Jahren wie ein Soldat gedrillt worden war: sie analysierte.

Was war es was ihr gegenüberstand? Keine natürliche Kreatur aus der Welt die die Menschen kannten, also musste sie dem entspringen was die Dunkelheit hervorbrachte. Die äußere Erscheinung führte zu der Assoziation mit einem Wolf, aber welcher verdammte Wolf wurde so groß? Werwölfe wuchsen höher und stärker als ihre natürlichen Verwandten. Gut was wusste sie über Werwölfe? Das sie existierten! Und damit erschöpfte sich ihr Wissensvorrat auch schon wieder, denn im letzten Jahr hatte sie sich eigentlich nur mit den Regeln der Vampirgesellschaft beschäftigt und wie man sich zu verhalten hatte um zu überleben. Werwölfe waren nicht auf dem Stundenplan gestanden und Izabella hatte geglaubt noch Jahre für alle möglichen Studien zu haben. War Ansbach nicht eine sichere Domäne? Es gab ein sicheres Haus der Tremere hier und Silvia würde sie doch nicht in Gefahr bringen, nachdem sie so viel Mühe in ihre Ausbildung gesteckt hatte.
Gut sie w u s s t e also nichts über Werwölfe, dennoch konnte sie zumindest das analysieren das sie sah. Und das war beängstigend. Allein seine Größe, sollte er sich auf sie stürzen, könnte er sie mit diesen Pranken zerbrechen wie einen trockenen Ast. Wie hatte sich etwas so großes unbemerkt an zwei Kainskinder anschleichen können? Waren sie so von der vermummten Gestalt abgelenkt gewesen? Oder war dieses Ablenkungsmanöver Absicht?
Ihre Gedanken rasten weiter, wenn sie nicht kämpfen konnten, was war dann mit Flucht? Es bewegte sich auf vier Beinen, also zwei mehr als sie beide zur Verfügung hatten. Auf einer offenen Fläche würde es sie einholen, da war sie sich sicher. Konnten sie sich verstecken? Vielleicht konnte Iza die direkte Sicht auf sie beide unterbrechen, aber würde das etwas helfen? Hunde verließen sich quasi kaum auf ihren Sehsinn, denn sie hatten viel zu gute Ohren und extrem gute Nasen. Er brauchte sie nicht sehen, er würde ihre Schritte hören und ihren Geruch finden.
Irgendwelche Schwächen? Wahrscheinlich konnte man ihm einfach mechanischen Schaden zufügen, nur blöderweise hatten sie kein wirklich großes Maschinengewehr, am besten noch an einem Helikopter sodass sie außerhalb seiner Reichweite bleiben konnten. Sie waren sowas von aufgeschmissen und einen unendlich langen Moment fühlte Iza wie es sein musste die Beute zu sein, der Hase der den Jäger kommen sieht.
Doch dann kam ihr ein Gedanke, ein winziger Hoffnungsschimmer. Vielleicht konnten sie seine Größe gegen ihn verwenden, denn ein Hase gewann gegen einen Jagdhund durch seine Wendigkeit. Zwischen den Gräbern konnten sie den Abstand halten, vielleicht sogar vergrößern. Und dann?
Sie kam zu der Schlussfolgerung, dass ihre einzige Chance darin bestand, cleverer zu handeln als das Tier das sonst in praktisch allem überlegen war. Es abzulenken, von ihrer Spur abzubringen und sich irgendwo zu verbergen, wo es sie nicht erwischen konnte.

Doch auch wenn ihr Verstand selbst unter solchen Bedingungen zu präzisen rationalen Überlegungen und Rückschlüssen fähig war, gab es mehr in ihr als nur diese eine Seite. Und die andere wurde von Emotionen und Instinkten diktiert. Und während sie da stand und ihre schönen kleinen Analysen machte, da erklang ein Flüstern in ihr, von dem was sie manchmal ihren „dunklen Freund“ nannte um sich einzureden sie wären auf derselben Seite. Doch es gab nicht seine und ihre Seite, es gab nur den unbändigen Drang zu leben. „Lauf“ befahl die Stimme und Izabella lief....

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Julia
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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Di 15 März - 20:14

2016-03-15 10:17:10 Julia rolls 4 dice to Mut (8 ,2,3,4) [1 success]

Sorgsam behält die jungaussehende Brujah Izabella im Auge. Sie beruhigte sich und es sah aus, als wenn der scharfe Verstand der Tremere die Situation auf arbeitete. Ruhig wie ein Grab wartete Julia ab. Als Izabella Worte fand, schüttelte Julia ihre Mähne langsam. Honigtopf. Bleib Locker. Die Antwort folgte schnell. Sie klang nicht wie ein Tadel. Ruhig sprach die ‚ältere’ Vampire Frau:

„Bei mir musst Du dich nicht entschuldigen. Deine ersten Schritte sind deine ersten Erfahrungen, deine ersten Fehler. Werde Stärker durch sie und lerne, Hübsche!“ Nun kam Julia wieder näher, legte Izabella nur kurz eine Hand auf ihre Schulter. „Kopf hoch, ich werde es gerne in Anspruch nehmen. Jede Nacht ist ein Kampf... .“

Zwei Schritte trat die Brujah zurück und entspannte sich. Die größte Gefahr war wohl vorbei. Sie konnte Izabella immer noch in eine Bar abschleppen und ihr ein wenig Freund nahebringen. Der Abend war für einen jungen Vampire zu viel? Zumindest gab es viel zu lernen für die junge Tremere. Julia konnte weiterziehen oder die junge Dame zumindest vom Friedhof begleiten. Aus ihrer Sicht war die Nacht noch jung. Sicher ergab sich auf den Weg in Ansbach ein leckerer Happen. Das Wort einer Tremere war mehr als Vitea wert. Irgendwann kam sie darauf zurück – bestimmt!

Die gute Laune kehre erst mal wieder zurück, bis sich wieder der feine Instinkt bei ihr meldete. Nur in den Winkeln ihrer Augen hatte sie die Bewegung wahrgenommen. Verwundert sah sie die Veränderung in den Augen von Izabella. Eine kleine Spiegelung vom Licht ließ sie sich umdrehen. Ihre Augen weiteten sich extrem und die Angst stand ihr ins Gesicht geschrieben. Es waren die Instinkte, die manches Mal ihr Unleben bewahrten. Wie angewurzelt steht Julia am Fleck. Ihre Beine wollen sich nicht bewegen. Instinktiv wird sie kleiner. Ein innerer Kampf tobt in ihr und es fällt ihr schwer, eine richtige Entscheidung zu treffen. Es will nur Weg und der rote Schleier macht sich bemerkbar. Irgendwie und nur mit viel Anstrengung kämpf Julia gegen das überwältigende Bedürfnis an, den Schwanz einzuklemmen und sofort das Weite zu suchen.

Die Beine sind schwer. Sie gehorchen ihr nur widerwillig. Die Legenden und Geschichten der Alten hatte sie aufmerksam gelauscht. Bisher war ihr aber nie ein Werwolf über den Weg gelaufen. Es konnte nur einer sein. Die Beschreibungen waren wie in den Horrormärchen. Ein Werwolf kam niemals alleine, hatte sie gehört. Entsetzen machte sich wieder in ihr breit. Ein Schlag oder Biss und es mochte vorbei sein. Diese Kreatur war für den Kampf gerüstet. Es waren mehrere Meter Abstand. Sie wusste um ihre Fähigkeiten und schätzte ihre Situation ein. Gesättigt war sie. Sie musste keinen Mann oder Frau dringend erjagen. Das hier war zu viel. Aus einem Reflex heraus wählte sie die Nummer vom Sheriff, Olaf. Irgendjemanden musste sie Meldung machen. Das Smartphone drückte sie sich ans Ohr und langsam und kontrolliert wich sie zurück. Ihre Stimme konnte sie nur mit Mühe ruhig halten.

Knurrend und vielleicht ein fiepen wäre ihr am Liebsten entwichen. Mit dem Telefon am Ohr drehte Julia sich zu Izabella. „Izabella, bleib ganz ruhig, mach jetzt nicht dummes, Kleines!“ Ruhig und gefasst klangen ihre Worte, aber im Unterton war so etwas wie Panik. Ein junges Tier ließ sich nur schwer kontrollieren. „Stemm dich mit all deine Willen gegen deine Instinkte...Hörst du?!“ Das Freizeichen ertönte. Fast war es schon wie ein Beten. Shit...shit...shit...geh ran du Penner...Kavallerie...irgendwer... .

Scheinbar drangen ihre Worte einfach nicht an den Verstand der jungen Frau. Sie konnte es verstehen. Das junge Reh lief davon und zog sicher den Wolf auf sich. Sie bewegte sich schnell. Es war nur ein Moment an Eingebung, aber sie stellte sich in die Sichtlinie zu Izabella.

Mehr konnte sie einfach nicht tun. Sie kämpfte selbst mit dem Verlust von Mut und der Kontrolle. Es war greifbar. Es steckte in ihrer Kehle. Sie ließ ihr Blut zirkulieren und es fehlte nicht viel, dann würde sie auf die Maskerade scheißen und die Flucht ergreifen. Sie wusste um ihre Schnelligkeit. Zusätzlich konnte sie sich Izabella einfach über die Schulter oder den Arm legen. Zuwider ihrem Bedürfnis einfach allein, zu überleben. Sie sah wieder auf das Wesen... . Jede Aktion konnte ihre letzte sein... .

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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Di 15 März - 23:36

H. U. G. O beschließt einen taktischen Rückzug. Im eiligen Rückwärtsgang und der wachsenden Hoffnung das die Grazie des weiblichen Anblicks den Werwolf eher zu einem Häppchen verlockt als ein Kainit dessen Gestank mit seiner Äußerlichen Abscheuligkeit wettstreitet. Er wendet dem Garouwesen nicht den Rücken zu und hastet auf allen vieren in einem dezenten Bogen herum in Richtung eines Kanaldeckels. Wie ein menschengrosser Käfer auf Kokain bewegen sich seine Gliedmassen im Gleichtakt eines Flüchtenden.

Die Gedanken die sich im häßlichen Schädel nur allzudeutlich abzuzeichnen beginnen sind wie folgt zu deuten :

"Alter, irgendwie ist mir das zu heiss hier. Soll der mal die Girls verknuspern. Wenn es mehr als Sethskinder sein sollten, dann bitte, seid mächtige mächtige Krieger...! "

Ein traurigen mitleidige Blick wirft er den Appetithappen noch zu, welches schnell weichend durch die Bedrohungsfurcht ersetzt wird die wieder aufkeimend in dem Nosferatu hochkriecht.
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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Mi 16 März - 11:09

Es hatte nichts mit einem taktischen Rückzug oder einen geordneten Flucht zu tun, sondern war ein reiner Instinkt. Das Denken war vollkommen ausgeschalten, Teile ihres Gehirns waren quasi offline gegangen und hatten das Steuer an die rudimentärsten Triebe übergeben. In einer einzigen Bewegung war sie herumgefahren und hatte die Absätze ihrer schönen Schüchen in den Kies des Friedhofweges gegraben. Vergessen waren alle Strategien und Überlegungen als sie schneller als sie selbst je geglaubt hätte davonrannte. Nur weg von diesem Ding, dass eine Urangst in ihr angesprochen und damit das Tier in ihr geweckt hatte. Viel zu laut knirschte der Kies unter jedem ihrer Schritte nur gedämpft von dem Rauschen ihres eigenen Blutes.  Winzige Fetzen von Gedanken trieben durch ihr von Adrenalin überschwemmtes Hirn „nicht in gerader Linie“ war einer davon und ließ sie vom Hauptweg abweichen und weiter zwischen den Gräberreihen sprinten.

(Gebe einen Willenspunkt aus um wieder halbwegs klar zu denken)
Das Problem bei einer so chaotischen Flucht war, dass es zu viele Eindrücke gab, die vom Verstand nicht mehr richtig eingeordnet werden konnten. Und so kam es schon nach kurzer Zeit wie es kommen musste, Izabella stolperte über eine dunkle Figur auf einem Grabstein und konnte sich mit dem ungünstigen Schuhwerk nicht mehr fangen. Hart schlug sie auf und riss sich die Haut an ihrem Knie an der verwitterten Grabplatte auf. Ihre ausgestreckten Hände, die den Sturz abzufangen versuchten, landeten in weicher Erde. Für einen kurzen Moment war sie benommen und verwirrt. Die weiche, dunkle Erde brachte sie aus dem Takt und sie erinnerte sich an die Hinrichtung, wie sie die Asche angeschaut und sich gefragt hatte ob sie nicht weich und warm wäre. So weich wie diese Erde auf dem frischen Grab hier, so weich wie ihre sein würde, wenn sie nicht schnell handelte.

Izabella rollte sich zur Seite um kam wieder hoch, eine Bewegung voll Kraft und Schnelligkeit, die sie außerhalb einer solch bedrohlichen Situation nie wiederholen können würde. Ihre Augen huschten umher, scannten den Bereich vor ihr ab, während sie schon wieder losrannte. Die Kirche! Die Mauern waren dick, die Türen eisenbeschlagen, immerhin waren sie einmal gedacht um eine ganze Horde feindlicher Krieger abzuhalten. Und sollte es ihr hinein folgen, konnte sie zur seitlichen Türe hinaus und weiter weglaufen. Mit allem was sie aufbringen konnte eilte sie ihrem Ziel entgegen, einen Schuh hatte sie beim Sturz verloren, der andere fiel auf halben Weg zur Kirche ab. Doch auch wenn sich jetzt Steine, Wurzeln und die harten Platten in ihre weichen Fußsohlen bohrten, konnte sie besser das Gleichgewicht halten und Hindernissen ausweichen.
Sie wusste nicht ob sie jemals so gerannt war, es jemals hatte müssen. Sicherlich nicht seit sie diese neue Existenz erhalten hatte, eine an der sie trotz allem doch hing. Das Leben war viel zu spannend, es gab noch so viel zu entdecken und verstehen, Erfahrungen zu machen die ihr dieser Körper und die Nacht schenken konnten. Sie mochte nichts besonderes sein, ein blutjunger Vampir wie es viele gab, doch sie wollte Leben.

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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Do 17 März - 17:41

Ich bereite den Post vor... ich brauche eure Menschlichkeitswerte bitte.

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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Do 17 März - 18:54

Menschlichkeit 6

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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Do 17 März - 22:19

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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Do 17 März - 22:28

Menschlichkeit 7 (also halt Startwert)

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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Fr 18 März - 17:55

Langsam und mit schweren Schritten setzte sich das Ungetüm in Bewegung in Richtung des kleinen Grüppchens.
Es sah die Anwesenden für ein paar Augenblicke seltsam an, gerade so als suchte die Kreatur etwas bei oder in ihnen.
Die Missgeburt bewegte sich noch langsam, mehr auf der Pirsch, als auf der Jagd...noch, seine Bewegungen waren geschmeidig aber ließen  doch eine enorme Kraft erkennen.
Früher schon hatte man wehrhafte Beute verfolgt und auch vernichtet, aber dieses mal tat man es nicht aus Loyalität oder Stolz, nicht für Ruhm oder Ehre oder für Gaia oder Luna...
man tat es aus Zorn, aus Wut darüber was sie waren und was sie aus ihm gemacht hatten... einst ein stolzer Krieger der Nachfahren des Fenris... und nun... nun war nichts mehr..
Gaia und Luna hatten sich abgewendet von ihm und er war zum Teil offenbar das was er geschworen hatte zu vernichten...Wyrmbefleckt... ein Forath (Monster) zur Hälfte Draugr (Vampir)... keiner der Geister hatte geantwortet... niemals wieder. Segen und Fluch vereint in ihm... sein altes Rudel würde ihn jagen, wenn sie ihn fanden und sie würden ihn töten, wenn sie es schaffen könnten. Die Welt war voller Feinde, er war allein, kein Rudel gab ihm Rückendeckung und keiner der Draugr würde jemals sein Vertrauen genießen und niemand würde ihm trauen.
Er war ein Krieger, einst empfing er den Segen des Vollmondes, er würde sich nicht geschlagen geben, und wenn es keinen gab der zur Seite stehen konnte, machte man seinen Scheiß eben alleine... bis zum bitteren Ende.
Vieleicht war Trauer, große Trauer in seinem Herzen, aber er würde nicht rumheulen und sterben wie einer seiner ruhmreichen Vorfahren.
Er würde trinken mit Odin, Tyr, Thor und dem Rest der Asen, denn er würde im Kampf sterben und nicht durch einen unehrenhaften Selbstmord.
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2016-03-18 10:58:50 Missgeburt rolls 8 dice to Wyrmg. 3,1,3,7,6, 3,2,6 [2 successes]

Die Missgeburt nimmt Hugo und Julia als Wyrmbefleckt war. Izy ist fein raus, da Menschlichkeit nicht unter 7.

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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Sa 19 März - 1:16

H. U. G. O ändert nichts an seinem Vorhaben und versucht sich in Richtung des Kanals in Sicherheit zu bringen...
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BeitragThema: Re: Friedhöfe und andere Abartigkeiten   Sa 19 März - 13:49

Gerade hatte Julia noch mit jemandem gesprochen. Sie vergaß, aufzulegen. Was ein seltsamer Laut. Er kam von ihrem Tier, dass sonst den harten Kern von ihr bildete. Es waren nur wenige Gelegenheiten, an denen beide einer Meinung waren. Lass mich das machen, Tierchen... . Sie bekämpfte das Verlangen, einfach Hals über Kopf wegzulaufen. Dieser Blick des riesigen Wolfes ließ alles andere hinten anstehen. Der WOlf kommt zu ihr...zu ihr...FUCK...!!!

Es ist besser, allein zu sein... .

Jene Worte kamen ihr wieder Nahe. Die Vertrauten blendete sie aus. Izabella ist in Richtung Kapelle gelaufen und scheint uninteressant gewesen. Die Flucht der jungen Tremere glich einem verfolgtem Teen.

"No, you don't understand! I believe in life. I believe. I...fight. I bleed. For others. To keep them...alive. I live...I live, so others will live. I believe."

Julia greift auf die in ihr wohnenden Kräpfte zurück. Das Vitea in ihr Zikulierte und sie pumpt es in ihre Beine. Ein Wimpernschlag und die Welt um sie herum bewegt sich wie in Zeitlupe. Begrüßend stimmt das Tier wohlig ein - dieses Mal. Sie haben die Chance, diesem Biest zu entkommen. Julia weiß um die Gefahr der Schnelligkeit. Sie nutzt es nicht oft. Es kann wie eine Droge sein. Im Kampf oder auf der Flucht ist es ihr ein willkommendes Mittel. Der Werwolf und die anderen beiden Vampire sehen nur noch verschwommene Bewegungen der Brujah. Sie setzt sich ab. Schneller und immer Schneller überquehrt sie den Friedhof, springt in Schemen über Grabsteine zum Ausgang der Benkendorffstraße. Mit erstaunlicher Kraft stößt sie sich von Boden ab, falls sie ein Hindernis nicht umruden will. Der Ausgang kommt in Sicht. So wie sie es am Telefon gesagt hatte, rennt sie im Südosten vom Friedhof aus der Stadt. Die Wahrung der Maskerade steht ihr im Weg, Ja, sie wird sich verantworten...vor dem Prinzen und vor Olaf. Wir werden überleben. Wenn wir es alle schaffen, werden wir die Jäger sein... !

Julia lässt ihr Blut die Geschwindigkeit aufrecht erhalten und bereit, weiteres Vitea einzusetzen

(Falls Julia über das ein geschlossenes Tor springen muss, bitte kurz Bescheid geben)

- 1 BP Schnelligkeit

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"Mit 90 % aller Menschen nicht übereinzustimmen, ist eines der wichtigsten Anzeichen für geistige Gesundheit. (Oscar Wilde)"
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Friedhöfe und andere Abartigkeiten
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