Nachts in Ansbach

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 Das Ende des Thau...

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Kain
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BeitragThema: Das Ende des Thau...   Mi 20 Jan - 20:55

Einige Nächte waren vergangen, der gröbste Ärger hatte sich gelegt. Friedrich III. hatte bekanntgeben lassen das Gericht gehalten werden würde, über den Nosferatu, der sich selbst nur Thau-Radjin nannte und als eben jener gerichtet werden sollte.Auch hatte er darauf aufmerksam machen lassen, dass noch nicht alle Ämter der Domäne Ansbach besetzt waren. Evtl. würde sich nach den jüngsten Ereignissen jemand zu einem der Ämter berufen fühlen.Interessante Posten waren noch zu vergeben, Geissel, Wahrer des Elysiums, Harpye, Bluthunde. Johann hatte eine Lücke hinterlassen die Hector allein nicht zu füllen vermochte, wenigstens eine Geissel wollte Friedrich wieder in Ansbach wissen.
Man hatte sich mit Haus und Clan darüber geeinigt die Verhandlung in der Christ König Kirche abzuhalten, da die Kirche allen Mitgliedern der Domäne Platz bieten würde.Einige Vorbereitungen waren bereits getroffen, Friedrich hatte sich für diese Ratte etwas besonderes ausgedacht. Nicht das der Nosferatu Gefallen daran finden würde... aber Friedrich freute sich tatsächlich etwas darauf, auch wenn es nur eine Kleinigkeit war.
In dieser Nacht würde diese ungehobelte, stinkende Feigling seine gerechte Strafe erhalten und Friedrich wusste das Thau wusste was "gerecht" bei ihm bedeutete.
Vorne in der Kirche, auf einem Altar war bereits alles zurechtgelegt worden. Alles was man evtl. noch brauchen könnte... Werkzeug, Blut, Stift und Papier, ein Schwert und eine Biebel.
Vor dem Altar stand ein Stuhl der aus Aluminium gefertigt war, er passte zwar ganz und gar nicht zum Rest der Kirche, aber das war Friedrich herzlich egal gewesen.
Friedrich machte bezogen auf Thau keine halben Sachen mehr, zu lange hatte Gnade vor Recht ergehen lassen, zum Dank tanzte man ihm auf der Nase rum... eine Ratte...IHM...Friedrich III Prinz von Ansabch!
Er würde ein Zeichen setzen, eines nach dem sich die niederen Clans und der ganze schäbige Rest zwei mal überlegen würden, wie sie mit IHM sprache und wie sie sich IHM gegenüber aufführten.
Und wenn es das ganze Bundesland erfahren würde, wäre es ihm gleich... sollen sie zittern sie haben allen Grund dazu.
St. Ludwig wurde geöffnet, kein Sterblicher sollte Zutritt erhalten, obgleich eh niemand am Abend in die Kirche ging...wozu auch in einer solch gottlosen Zeit?



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Eric Napier

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BeitragThema: Re: Das Ende des Thau...   Sa 23 Jan - 18:15

Langsam ging eine Gestalt auf die Kirche zu, sie war wohl die erste von einigen die noch folgen würden...
Leise flüsterte der Mann ein paar Sätze vor sich hin.
Die Ahnen waren bestimmt schon dort, aber das kümmerte ihn nicht, denn das war ja immer so...

"Das Prinzelein, dass Prinzelein, lässt jeden in sein Reich hinein.
Kaum einen schmeißt er wieder raus, dafür gäb´es kein´ Applaus.
Ob Anarchen, Sabbat oder Caitiff, immer rein mit dem Gesiff.
Der große Bär gedenkt zu ruhn´ der Wolf muss es alleine tun.
Der Mob, er starrt auf jeden Schritt, wartet auf den falschen Tritt.
Die Hexer lassen sich nicht blicken, der Drache tät sie in die Hölle schicken.
Den Rosen sind die Menschen ein Verdruß,
haben Angst vor Feindbeschuß.
Für uns ist´s ebensolch Debakel,
denn wir sind auch nicht ohne Makel.
Altes Schwert, hat viele Kerben,
sah schon viele Männer sterben.
Der Ratte Schuld ist´s alle Mal,
ist selbst Schuld an seiner Qual.
Behalten darf er seinen Kopf wohl nicht,
Prinzlein verliert sonst sein Gesicht."
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Julia
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BeitragThema: Re: Das Ende des Thau...   Sa 6 Feb - 21:17

Julia sah auf die Uhr auf ihrem Handy. Die Zeit war schon voran geschritten. Die Einladung des Prinzen befolgte sie besser. Ein Rebell konnte sie sein und ihn einfach stehen lassen. Olaf und Esther hingegen ließ sie nicht allein. Die Familie blieb ihr wichtiger als es ein Prinz sein konnte. In Momenten wie diesen atmete sie gelegentlich tief ein. Diese Nacht verzichtete sie darauf. Das Lied für die Fahrt wählte sie schnell. 'Nothing Else Matters'. Sie steckte sich die InEar Kopfhörer in die Ohren. Zog das schwarze Halstuch über Mund und Nase, bevor sie ihren Motorradhelm und die Handschuhe überzog. Den Schlüsseln drehte sie um, wartete bis der Selbsttest der Elektronik abgeschlossen war und startete den Motor per Knopfdruck. Kraftvoll erwachte der Motor zum Leben. DIe junge Brujah drehte ausreichend am Gas und fuhr vom Hof. Das Visier schloss sie.

'Ich glaubte an das Leben und Vertraue nun dem Unleben, denke ich.
Nacht für Nacht kämpfe ich.
Ich blute. Für andere, sodass sie im Unleben bleiben.
Freunde werden -Freunde finden. Ich...lebe...ich vertraue.
Das Blut in mir bringt anderes Leben.'


Ihre Gedanken schweifen ab. Die Umgebung verschwamm mäßig. Es war kein wilder Ritt wie sonst. Konzentriert fuhr sie nach allen Regeln der StVO. Die letzten Begegnungen hatten Mut und Hoffnung keimen lassen. Eine junge Studierende . Sie dachte zurück an das Bild auf dem Friedhof. Sie entließ die restlichen Gedanken. Ihr Geist lehrte sich. Die Strecke hatte sie schnell zurück gelegt mit ihrer Ducati. Als sie absaß, die Handschuhe ausgezogen und den Helm abgenommen hatte, betrachtete sie die Kirche, vor der sie einen Parkplatz befunden hatte eine Weile. Es war kein geschichtlicher Ort. Sie sah neu aus, mochte aber in den Augen der Brujah nicht ins Gesamtbild passen. Die König hatten sonderbare Vorstellungen in dieser Nacht. Kamen heute die Gäste aus der Nacht der Feier dazu?

Julia nahm die Kopfhörer aus ihren Ohren, öffnete ihre Lederjacke leicht und Verstaute sie beim Handy in der Innentasche. Das Handy blieb lautlos geschaltet. Einfach Kleidung hatte sie heute gewählt. Eine schwarze, enge Stoffhose, dazu schwarze Motorradstiefel. Die schwarz-weiß-rote Motorradlederjacke bildete einen leichten Kontrast zu ihrem sonstigen schwarzen Auftritten. Unter der Jacke trug sie einen weiten, dicken Hoody in Hellgrau mit Pinker Aufschrift: Hunger! Pipi! Kalt!. Sie ließ sich Zeit für den Weg bis zur Kirche und wartete ab. Einem Ahn wollte sie hier nicht über den Weg laufen. Ihren Helm hatte sie mitgenommen. Beim Eintritt in die Kirche nahm sie sich Zeit für alle Förmlichkeiten. Neugeborenen nickte sie zu, jedem Ankila schenkte sie eine Verbeugung und einem Ahn schenkte sie eine tiefe Verbeugung bis hinzu einem tiefen Knix  bzw. einen Kniefall und allen Zusammen höflich Worte. Sie suchte ihre Familie - die Brujah - und würde sich zu ihnen gesellen in einer Bank oder zur stehenden Gruppe, falls sie nicht beschäftigt waren.

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H.U.G.O
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BeitragThema: Re: Das Ende des Thau...   Fr 19 Feb - 16:23

Ein in einer dreckig graubraun Kutte gehülltes Wesen schlurft zielstrebig zum Eingang der Kirche. Barfuss betritt eine verwachsene Quadratlatsche den steinernen Boden, schorfige Hornhaut rieselt auf den Untergrund. Käsemaukengeruch und Kanalisationsgestank verbreiten sich im nahem Umfeld der Kreatur dessen Gesicht verborgen in der Kapuze des Gewands liegt. Ein behelfsmäßiges Kruzifix , aus zusammengebunden Klopapierrollen gebastelt, baumelt lose am Hals des Nosferatus.

H.U.G.O begibt sich ins Innere und verschafft sich in gebückter Positur einen kurzen Überblick. Sein Blick gleitet über den Altar und über die anwesenden Personen. Er verbeugt sich sachte in deren Richtung und verschwindet in einer Ecke. Dort bleibt er stehen und holt sein Handy hervor. Im Internet surfend wartet er auf das beginnen der Zeremonie.
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Maria
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BeitragThema: Re: Das Ende des Thau...   Di 23 Feb - 11:49

Maria war hin und hergerissen, sie konnte sich nicht entscheiden zwischen: Hingehen, damit sie mit eigenen Augen sehen konnte wie dieser Bastard von einem Nosferatu aufhörte zu existieren, oder nicht hingehen weil Friedrich sich bestimmt etwas spezielles ausdachte um diesen Haufen Scheiße final zu strafen und der Gerechtigkeit genüge zu tun.
In den letzten Nächten spürte Maria eine Präsenz die sie lange nicht gespührt hatte, eine die mächtiger war als ihre eigene... etwas das unter ihregleichen kaum vorstellbar schien.
Die schönste Frau der verdammten Landkreises befand für sich, sich die Hinrichtung diese Eiterklumpens auf zwei Beinen anzusehen, wenn es auch nur der Belustigung dienen sollte.Natürlich konnte man als ein Verborgener größere Sprünge machen, aber man musste doch schon aufpassen wie groß der Graben war über den man springen wollte.
Hier hatte sich Thau-Radjin zweifellos maßlos überschätzt, er missachtete Friedrichs Prinzenwürde in zweifacher Hinsicht und wagte es, so unmöglich es auch erschien, eine Versammlung der gesammten Domäne anzugreifen.
Die Dame entschied sich für ein "kleines Schwarzes"- passt zu Beerdigungen, aber auch zu Partys... man war als Toreador tatsächlich unschlüssig welchem dieser Anlässe die Hinrichtung Thau´s näher kam... "Schade nur das es keinen Leichenschmaus geben wird..."
So fern es überhaupt möglich war, hübschte sich die Ahnsherrin vom Clan der Rosen etwas auf...
Ein paar Gedanken gingen der Toreador durch den Kopf...
Friedrich war zu gnädig, und doch hatte er sich vor alle anderen Gestellt als Gefahr drohte... wo waren die groben Raufbolde des Prinzen?
Johann, Hector...die Brujah? Natürlich... ein paar hatte es erwischt, aber das Ergebnis war eher suboptimal...
Eine Ratte hatte sie vernichtet...sie und Aileen hatten einen kleinen unbedeutenden Schlagabtausch den außer den Ahnen wohl kaum jemand mitbekommen hatte...

Eine alte S-Klasse rollte vor die Kirche, der tadellos gepflegte Wagen hielt an.
Der Fahrer hatte keine Bedenken angehupt oder angepöbelt zu werden...schließlich DURFTE er SIE fahren, ALLES ANDERE war EGAL.
Schnell hatte der Fahrer der perfekt zurecht gemachten Dame die Türe zum Gehsteig vor der Kirche geöffnet.
Nahe zu perfekt geformte Beine schoben sich als erstes aus dem Wagen, der Rest der atemberaubenden Schönheit folgte...
"Du wartest hier." sagte sie in unfreundlichem Ton, doch der Mann tat wie ihm geheißen...
zügigen Schrittes ging Maria auf den Eingang zu, man wollte keine Zeit verlieren, und erst recht keine Vergeuden...
Mit einem gleichmäßigen "KLICK-KLACK"-"KLICK-KLACK"-"KLICK-KLACK"-"KLICK-KLACK"-"KLICK-KLACK"....
durchstreifte die Ahnin die Kirche, sie hielt weder am Klingelbeutel, noch formte sie ein Kreuz auf ihrem Körper, noch scherte sie sich um irgendeines der Arschlöcher hier drin...
Ganz vorne nahm sie Platz...und wartete.
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Izabella
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BeitragThema: Re: Das Ende des Thau...   Mo 29 Feb - 14:09

Izabella stieg hinter Silvia aus dem Wagen aus und hielt sich auch schräg hinter ihr als sie den Weg zur Kirche gingen. Sie waren dem Anlass entsprechend aber nicht aufdringlich gekleidet und Izas Outfit passte gut zu dem, was in ihrem Clan üblicherweise getragen wurde. Auf den ersten Blick könnte man meinen die Ahnin brächte sich einen Snack für den Abend mit, so menschlich sah Izabella noch aus. Doch natürlich wäre dies völlig ungebührlich und jeder der entweder gut unterrichtet war wusste von Silvias neuer Tochter oder er konnte auf andere Weise schnell ergründen, dass sie auch kein Guhl war. Ihre Bewegungen, die Art wie sie sprach und jeden seiner Stellung entsprechend begrüßte ließen sie erfahrener erscheinen als sie war. Silvia hatte sie mit Strenge und Disziplin ausgebildet und es zeigte sich die schnelle Auffassungsgabe und das gute Gedächtnis ihrer Schülerin. Nur ihre Augen verrieten sie, denn sie waren groß und neugierig und immer wenn sie glaubte niemand würde sie beachten sah sie sich um. Noch nie hatte sie so viele Kainiten an einem Ort gesehen, noch nie war sie so vielen wichtigen Persönlichkeiten begegnet. Es war ihre Feuertaufe und gleichzeitig ihr Debüt in dieser erlesenen Gesellschaft. Und als Anlass eine Hinrichtung, Silvia hatte den Zeitpunkt sicher nicht zufällig gewählt. Es war eine Machtdemonstration und eine Erinnerungen was jenen geschah, die sich gegen die führenden Vampire auflehnten.

Beim hereingehen hatte sie einen kurzen Blick auf Julia erhascht, doch mehr als ein freundlichen zunicken war im Moment nicht möglich gewesen. Es wurde erwartet, dass sie sich zu ihrem Clan setze und dort bis zum Ende der Prozedur blieb. Wie genau der Aufrührer gerichtet würde, das wusste sie noch nicht. „Wie wird dieser Abend ablaufen?“ fragte sie daher ihre Schöpferin leise, denn sie wollte sie nicht blamieren.

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Olaf Rotenberger
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BeitragThema: Re: Das Ende des Thau...   Di 1 März - 10:17

Olaf parkte eine schwere Harley vor der Kirche, er versprach sich selbst nicht sonderlich viel von dieser Nacht, außer das noch ein Kainskind vernichtet wurde, würde wohl nichts passieren.
Die Wahl war evtl. noch interessant, aber ansonsten hätte man diesen Spinner auch einfach so zu Asche verwandeln können.
Natürlich war diese Gelegenheit für Friedrich um Stärke zu beweisen, wenn der Beweis auch seltsamm anmutete...
Warscheinlich lachte man in Nürnberg, Frankfurt Augsburg oder Stuttgart schon über ihn, aber das sollte nicht das Problem des Brujah sein.
Olaf hatte noch nie arauf Wert gelegt sich besonders "zurecht zu machen" er marschierte in Lederkluft in die Kirche ein.
Lockeren Schrittes war man bis zur ersten Reihe gelaufen um neben Maria Platz zu nehmen.
Die beiden begrüßten sich knapp mit einem nicken.
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Hector Seiler
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BeitragThema: Re: Das Ende des Thau...   Di 1 März - 11:27




Zwei Tiere schoben sich fast zeitgleich aus den Türen der Nebenräume des Altars.
Das eine war ein stattlicher Cane Corso Italiano das andere ein Wolf mit einer Schulterhöhe von fast 90 cm. Wer Zerberus kannte konnte sich gut denken wer der Wolf war der neben dem Cane Corso lief. Seelenruhig gingen die beiden durch den Mittelgang bis zur letzten Reihe.
Hector war als exzellenter Gestaltenwandler bekannt und bisweilen nutzte er seine Gelegenheiten dies auch zu beweisen...
Ein paar der Neugeborenen sahen neugierig hin als der Gangrel sich zurück verwandelte, die Ahnen ließen es bleiben. Sie wussten das sie diese Kraft warscheinlich niemals meistern würden, aber man hatte ja schließlich seine eigenen Geheimnisse... auch wenn es doch beeindruckend war.
An der Seite zum Gang hin nahm der Gangrel Platz, sein Hund verweilte neben ihm.
Neugierig sah der Sherriff sich um wer alles hier war...
"Dafür das Johann versprochen hat ihn zu zerreißen, hat er verdammt viel Glück gehabt...
Hector kannte das Schwert das auf dem Altar lag, es war das Richtschwert von Ansbach.
Zuletzt hatte man eine Frau damit bestraft wegen...Raubmord oder so
, der Gangrel begann zu grübeln...
"Christine Hilpert Hinrichtung mit dem Schwert am 14. Februar 1851 ... ein Valentinstag...komisches Datum um eine Frau zu richten... aber naja.
Bestimmt hat Friedrich eine Stange Geld nach Rothenburg geschickt um sich das Ding mal auszuleihen...



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H.U.G.O
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BeitragThema: Re: Das Ende des Thau...   Di 1 März - 11:57

H. U. G. O unterbricht seine Fummelei am Handy. Als die anderen Besucher ankommen schluckt er hörbar auf als er diesen zunickt und seine Demut zeigt. Das Mobiltelefon verschwindet in der Kutte. Zähneknirschend erwartet er den Anfang der Verhandlung.
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Silvia Reingruber
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BeitragThema: Re: Das Ende des Thau...   Di 1 März - 17:35

Silvia hatte Izabella genau instruiert, sie konnte sich hier nicht viel rausnehmen, aber das konnte auch nur übertriebene Vorsicht gewesen sein.
Noch im Wagen hatte sie ihre Anweisungen bekommen...
"Hör zu, wenn wir rein gehen wirst du jedem Kainskind Respekt zollen, mindestens wirst du "Guten Abend" sagen oder nicken, wenn es die Situation erfordert.
Vor anderen Ahnen wirst du zunächst knien, bis man dir erlaubt zu sprechen."
Du wirst dich alleine hinsetzen, oder zu einem Vampir ähnlichen Standes/Ranges/Titels usw. außer du wirst aufgefordert - was nicht passieren wird denke ich.
Ich werde bei den anderen Ahnen sitzen.
Mach dir ein Bild von den anderen, versuch ihre Gedanken zu ergründen, achte auf Kleinigkeiten.
Im Fall der Fälle weit du wie Friedrich anzusprechen ist usw. dazu muss ich wohl nichts sagen - ach und Izabella - pass auf was du denkst."
Das war kein Witz, Silvia hatte das wohl tatsächlich so gemeint, wie sie es gesagt hatte.
Der Kopenhagenblaue Porsche 924 S bog einige Meter vor der Kirche Rechts ab um geparkt zu werden.
Die letzten Meter zum Ort des Geschehens wurden zu Fuß zurückgelegt.
Von Hinten kamen weiter Leute an die Kirche heran, so wie es aussah waren es einige der Brujah.
Man betrat die Kirche, Silvia ging nach Vorne zu den anderen Ahnen.
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Julia
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BeitragThema: Re: Das Ende des Thau...   Di 1 März - 18:54

Mir gefällt das alles nicht... . Sie sah sich verstohlen um, während die Gäste zur Hinrichtung kamen. Selten gab es ein ähnliches Ereignis, dem man beiwohnen konnte. Eigentlich zog es die junge Brujah in die Nähe ihres Ahnen. Es versprach Sicherheit, Familie und doch Respekt. Die Sitzreihenfolge ließ sie Abstand halten. Die Ahnen saßen zusammen. Wurde hier keinen Wert auf die Familie gelegt sondern auf Status und Rang?

Fünf Bankreihen entfernt von den Ahnen ließ sich Julia auf eine Bank in der rechten Seite nieder. Die Akustik verstärkte jeden Laut...Kirchen eben, sodass ihren Helm behutsam rechts neben sich legte. Neugeborene und Frischlinge blieben unter sich. Ein Kurzer Blick auf ihre Handy; die Zeit Verging nur langsam. Nicht an die Zeit denke, Süße. Ihr Tier wollte weg, grummelte schon die ganze Zeit. So fühlte sie sich auch selbst. ...Und nicht an deinen Bitch Teil.

Julia sah sich nach bekannten Gesichtern um. Kamen sie zu ihr in die Reihe?

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Friedrich III.
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BeitragThema: Re: Das Ende des Thau...   Di 8 März - 14:28

Einige Personen waren noch in die Kirche gekommen...Max, Olaf, Nr.13, Friederike Luise und ein gewisser Severus von Hohentann den keine Sau kannte.
Man hielt sich an sein Blut, jeder saß bei seinem Clan.
Irgendwann kam seine Hoheit Prinz Friedrich III. aus einem der Räume neben dem Altar, er bat sogleich Albrecht, Maria, Hector und Max zu sich, welche bereitwillig folgten.
Max wurde angewiesen zusammen mit Hector Thau aus dem anderen Raum zu holen.
Albrecht und Maria waren als Zeugen vorgetreten die Hinrichtung aus der Nähe zu begutachten.
Thau war schnell herangeschafft worden, den Kräften von Max und Hector hatte er sich nicht erwehren können, auch wenn er es durchaus versuchte, vieleicht wusste er was auf ihn zukam... vieleicht aber auch nicht.
Mit einigen Kabelbindern und Ketten wurde der Nosferatu rasch an dem Stuhl aus Aluminium festgemacht.

Friedrich stellte sich demonstrativ vor den Nosferatu und sprach laut:

"Möchte jemand FÜR den Gefangenen sprechen, bevor ich das Urteil verlese?"
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Julia
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BeitragThema: Re: Das Ende des Thau...   Di 8 März - 18:23

Klein wie eine Fleige, frisch wie ein Welpe, Neugierig wie eine Katze saß sie dort. Es war nur mehr ihr Kopf, der sich bewegte. Ansonsten war Julia eine Puppe. 'Fuck... . Total abgefahren. Ventrue.' Angespannt kaute sie auf ihrer Unterlippe. Heute war ihr großer Tag. Zumindest hatte Olaf im Sinn. Familie und so kleines!

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Izabella
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BeitragThema: Re: Das Ende des Thau...   Di 8 März - 19:57


Izabella hatte ihrer Schöpferin genau zugehört und sich deren Worte eingeprägt. Sie wollte nicht nur alles richtig machen, weil sie sich vorstellen konnte wie die Strafe ausfallen würde, sondern auch weil Silvia ihre Bezugsperson war und der Clan die einzige Familie die sie kannte. Obwohl ein Jahr vergangen war, wusste sie weiterhin nichts, alles was vor ihrer Verwandlung lag, war wie eine Nebelwand, grau und undurchsichtig. In manchen Nächten wurde sie von Erinnerungen heimgesucht, sie kamen über sie wie heftige Migräneattacken und ließen sie hilflos keuchend am Boden zurück. Doch selbst nachdem diese Flut an Bildern und Einrücken über sie hinweggeschwemmt war, blieb so gut wie nichts zurück, winzige Fetzen von nichtssagenden Informationen. Sie wusste, dass sie eines Tages einen roten Schuh getragen hatte der am kleinen Zeh drückte und wie sie sich einmal auf die Zunge gebissen hatte. Doch wer sie einst gewesen war, was sie ausgemacht hatte war vergangen.

Izabella hatte die Anweisungen penibel genau erfüllt, jeden höflich gegrüßt und jedem Respekt und Ehrerbietung gezollt. Es störte sie nicht zu knien oder sich vor denen mit mehr Macht klein zu machen. Stolz war keine ihrer schlechten Eigenschaften, dafür leider die Neugier. Wer nichts über sich selbst wusste, war umso mehr fasziniert vom Leben, Denken und Handeln der anderen. Sie hatte sich von ihrer Ahnin mit einer Verbeugung verabschiedet und war in die hinteren Ränge gegangen. Ihr Status war nicht sehr hoch, da sie in den Augen der meisten kaum mehr als ein Küken war, doch gleichzeitig wurde viel von ihr erwartet, da Silvia sie ausgewählt und ausgebildet hatte. Ruhig nahm sie Platz und mit im Schoß gefalteten Händen sah sie sich um, ohne jedoch besonders aufdringlich zu wirken. Sie wünsche sie hätte sich zu Julia setzen können, doch ihre Familie saß auf der anderen Seite des Mittelgangs.

Je mehr sie den Blick schweifen ließ, desto unwohler fühlte sie sich. Sie hatte das Gefühl nicht in diese Gemeinschaft zu passen. Den einen sah man an wie reich und mächtig sie waren, ihre Körperhaltung und ihr Verhalten zeigten es so deutlich als würde es auf ihrer Stirn gedruckt stehen. Andere waren von solcher Schönheit, dass sie wie aus einem Traum entstiegen schienen, überirdische Anmut in perfekt geformten Körpern. Manchen sah man an, wie lange sie schon lebten, Weisheit und Erfahrung von Jahrhunderten sprachen aus ihrem Blick. Wieder andere wirkten Kraftvoll und Selbstbewusst, Krieger denen nichts Angst machte. Und dazwischen saß sie, wie eine Pfadfinderin die sich mit ihrer Keksen verlaufen hatte. Silvia hatte ihr gesagt, das ihr liebreizendes Gesicht eine Waffe sein konnte, aber würde sie jemals von irgendjemandem aus dieser Gemeinschaft ernst genommen werden? Würde man ihr eines Tages auch Respekt entgegen bringen, oder sie nur wie ein hübsches Püppchen in die Ecke stellen?

Ihr Moment des Selbstmitleids wurde unterbrochen, als sich die Türe zum Nebenraum öffnete und anstatt weiterer Teilnehmer zwei Tiere eintraten. Das eine war eindeutig ein Hund und irgendwie wusste sie instinktiv, dass sie Hunde mochte. Doch sie hielt sich nicht lange damit auf den Hund anzusehen, denn was neben ihm lief war wesentlich beeindruckender. Sie hatte noch nie einen echten Wolf gesehen und konnte sich auch nicht erinnern es je auf Bildern getan zu haben. Doch genauso wie sie nicht verlernt hatte wie man Schrieb oder einen Computer bediente, wusste sie einfach was das für ein Tier war, dass den Gang entlang lief. Seine Krallen erzeugten einen hellen Klickton auf den glatten Fließen, sonst bewegte es sich absolut lautlos. Er blieb am Ende des Ganges mittig stehen und dann geschah etwas, von dem Izabella zwar theoretisch gelesen hatte, aber nicht geglaubt hatte es zu erleben. Der Wolf verwandelte sich, es war als würde er zu dunklem Nebel der sich dann neu formte, waberte, veränderte bis ein Mann dort stand, wo noch eben ein Tier gewesen war.

Hätte sie noch einen Herzschlag so hätte dieser abrupt seinen Takt geändert und würde danach wesentlich schneller schlagen. Vom Moment an, als sie sein Gesicht erblickte war sie wie elektrisiert und unfähig den Blick wieder abzuwenden. Er war das erste Wesen, das so etwas wie ein Erkennen in ihr auslösten, keine direkte Erinnerungen mehr das Wissen, dass sie ihn erkennen sollte. Als ihr Blick über seine Statur glitt und schließlich an seinen dunklen Augen hängen blieb, da lief ein Schauer über ihren Rücken. Sie brauchte einen Moment um diese seltsame Kribbeln einordnen zu können, war das etwa...Angst? Es war unbeschreiblich, weder die lähmende Kälte die Angst mit sich bringen konnte und einen dann wehrlos wie ein hilfloses Kaninchen zurück ließ. Es war auch nicht die aufpeitschende Panik, die einen schneller laufen und härter Kämpfen ließ. Es war mehr...ein wohliges Gruseln, das einem unter der Haut entlang kroch, die Wirbelsäule elektrisierte und die Lippen zum beben brachte.

Iza bemerkte, dass sie den Mann noch immer anstarrte und beeilte sich weg zu sehen. Wie unhöflich, aber man würde ich hoffentlich verzeihen, da viele seine Verwandlung beobachtet hatten. Sie senkte den Blick und bemerkte erst jetzt wie fest sich ihre Finger ineinander verschränkt hatten. Sie bemühte sich ihre Fassade wieder aufzusetzen, freundlich distanziert und strich ihren Rock glatt. Der Drang noch einmal den Kopf zu wenden war unglaublich groß, ihre Neugier nach diesem Unbekannten brannte unter ihren Nägeln. Doch sie hatte Silvias Warnungen noch im Ohr und so widerstand sie diesem Verlangen und sah stattdessen gerade aus nach vorne. Und doch drehte sich die Frage wer er war und warum er etwas in ihr ausgelöst hatte wie eine kaputte Schallplatte in ihrem Kopf.
Sie war fast erleichtert als der Prinz erschien und einige der einflussreichsten Personen bei sich versammelte. Silvia schien nicht darunter zu sein und Izabella fragte sich ob dies etwas zu bedeuten hatte. Sie merkte sich wer bei Friedrich stand, vielleicht war diese Information eines Tages nützlich.
Der Verbrecher wurde hereingebracht und wehrte sich nach Kräften, doch die beiden Männer die ihn hielten waren stärker als seine verzweifelten Versuche zu entkommen. Und der „Wolf“ war einer davon, nun da er oben am Altar stand, konnte sie ihn ansehen ohne das es seltsam erschien. Wie er sich bewegte zeigte ihr, dass es ihm nicht an Kräften mangelte. Ihm wurde eine wichtige Aufgabe übertragen, er musste also Friedrichs Vertrauen genießen.

Der, der es gewagt hatte sich gegen den Herrscher von Ansbach zu stellen wurde an den Stuhl gefesselt und Friedrich eröffnete durch seine rituellen Worte die Zeremonie, die mit dem Tod des Gefangenen enden würde. Doch weder Friedrich, noch der zum Tode verurteile zogen Izabellas Faszination auf sich.

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Friedrich III.
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BeitragThema: Re: Das Ende des Thau...   Do 10 März - 18:44

Einige Momente hatte der Prinz gewartet, blickte suchend durch die Kirche, ob nicht doch jemand auf den törichten Gedanken kam dieses abscheuliche Wesen zu verteidigen und Friedrich quasi selbst der Lüge zu bezichtigen.
Niemand meldet sich.
Zufrieden straffte der durchaus stattliche Mann, seinen 10.000 € - Anzug zurecht.

"Ich Friedrich III. ehemaliger Markgraf von Brandenburg-Ansbach, Prinz der Domäne Ansbach vom Clan der Könige
verurteile hiermit den Gefangenen Thau-Rajin vom Clan der Verborgenen wegen der Missachtung der 2., 5. und 6. Tradition zum endgültigen Tode durch das Schwert."

"Zur Erklärung:

II. Die Tradition der Domäne

DEINE DOMÄNE IST DEIN BELANG. ALLE ANDEREN SCHULDEN DIR IHREN RESPEKT, WÄHREND SIE IN IHR VERWEILEN. NIEMAND MAG SICH IN DEINER DOMÄNE GEGEN DEIN WORT AUFLEHNEN.

Aber genau das hat Thau-Radjin getan, bei mir, einem Prinzen, in meiner Stadt.

V. Die Tradition der Gastfreundschaft

EHRE DES ANDEREN DOMÄNE. KOMMST DU IN EINE FREMDE STADT, SO SOLLST DU DICH JENEM OFFENBAREN, DER DORT HERRSCHT. OHNE SEIN WORT DER BILLIGUNG BIST DU NICHTS.

Auch diese Tradition hat Thau-Radjin gebrochen, zwar hat er sich vorgestellt, jedoch in einer Art und Weise die ich kaum billigen konnte, so das er das Wort der Aufnahme nie empfing.

VI. Die Tradition der Vernichtung

ES SEI DIR VERBOTEN EINEN ANDEREN DEINER ART ZU VERNICHTEN. DAS RECHT DER VERNICHTUNG OBLIEGT AUSSCHLIESSLICH DEINEM AHNEN. NUR DIE ÄLTESTEN UNTER EUCH SOLLEN DIE BLUTJAGD AUSRUFEN.

Dieser Punkt wär evtl. nach dem Abend an der Orangerie nicht zu stande gekommen, allerdings war der Wille andere zu vernichten deutlich erkennbar.
Auch wenn dieser Punkt für einige nicht zählt, reichen die anderen beiden ihn zu verurteilen.


PAUSE.

Möchte sich jemand äußern?"

Langsam ging der Prinz zum Altar auf dem das Schwert lag.
Ganz behutsam hatte er es aufgenommen, so das es kaum einen Laut gegeben hatte, dann trat er neben  den sitzenden Nosferatu der nicht dazu im Stande war sich zu äußern.

Friedrich sah zu Maria, wer verdammt gute Ohren hatte konnte von Olaf das Wort "Vollstrecken" hören.

Friedrich ließ es sich nicht nehmen diesen Bastard selbst zu richten.

Blitzschnell und mit enormer Kraft fuhr das Schwert das Friedrich nur in seiner linken Hand gehalten hatte durch den Hals des Nosferatu und durchtrennte diesen sauber.

Ein paar Sekunden vergingen, dann zerfiel er zu einem Haufen Asche.
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Izabella
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BeitragThema: Re: Das Ende des Thau...   Do 10 März - 19:57

Langsam löst Izabella ihren Blick von Hector, da sich Friedrich wieder bewegt. Er hat gewartet, eine Pause entstehen lassen die kurz genug war, damit sich niemand langweilt und lange genug um Spannung aufzubauen. Niemand hat es gewagt etwas zu sagen, weder laut noch leise. Alle Blicken ruhen ausnahmslos auf dem Prinzen und sicherlich ist es genau so beabsichtigt. Er bildet einen starken Kontrast zu der erbärmlichen Kreatur neben ihn und doch sind sie von derselben Spezies. Der eine wirkt mächtig, ein Mann der Gesetze macht und deren Einhaltung durchsetzen kann. Der andere wirkt im besten Fall wie ein trotziges Kind, das sich auflehnen wollte und merken musste, dass es keine Chance hatte. All seine Rebellion kaum mehr als eine Fußnote in der Geschichte dieser Domäne, ärgerlich aber nicht bedrohlich. Sicherlich hätte Friedrich auch einen anderen Anlass finden können sich und seine Macht in Szene zu setzen.

Er muss seine Stimme nicht erheben um überall in der Kirche verstanden zu werden, jeder hängt an seinen Lippen und alle versammelten haben gute Sinne. Förmlich spricht er von den Traditionen und Regeln die die Gemeinschaft der Vampire zusammenhalten. Es ist wie ein Kitt oder besser ein Stahlgerüst aus unumstößlichen Gesetzen, innerhalb welcher sich jeder der an seinem Leben hing zu bewegen hatte. Izabella hatte die Traditionen gelernt, wieder und wieder, den genauen Wortlaut wie auch die eigentliche Bedeutung dahinter. Sie hätte sie auswendig mit Friedrich mitsprechen können, doch natürlich blieb sie weiterhin regungslos und still sitzen. Sie ist ein wenig verwundert, dass sich der Prinz die Arbeit macht die Anklagepunkte noch einmal genau vorzutragen. Da ihm diese Domäne gehört würde sich niemand gegen seine Entscheidungen stellen, aber wahrscheinlich ist dies einfach die Art wie solche Dinge geregelt werden. Große Worte und danach auch große Taten?

Friedrich geht die wenigen Schritte zum Altar und ergreift das Schwert und erst jetzt wird Izabella klar, dass er das Urteil selbst vollstrecken wird. Damit hätte sie nicht gerechnet und ist ehrlich beeindruckt, der Prinz zeigt so nicht nur, dass er sich nicht zu fein ist, sondern auch, dass kein Feind seine Gnade zu erwarten kann. Izas Blick gleitet die helle Klinge entlang, ob sich der Stahl für einen der ihren kalt anfühlen würde? Ob man es spüren konnte wenn die Schneide die Haut berührt, eindringt, Fleisch, Muskeln und Sehnen zerteilte? Würde er gleich sterben oder noch Schmerzen spüren? Und wie wäre es auf der anderen Seite zu sein, als derjenige der das Heft führte? Der die Macht über Leben und Tod hatte, der durch eine kleine Bewegung einem Wesen ein Ende setzen konnte, das vielleicht schon Jahrzehnte existierte? Eine faszinierende Frage auf die sei keine Antwort kannte. Seit ihrer Verwandlung hatte sie nicht mehr getötet und noch nie gejagt. Blut war während ihrer Ausbildung immer dann vorhanden gewesen, wenn Silvia es wünschte. Mal in einem Glas und mal in einer Konserve, auch von einem Guhl hatte sie trinken dürfen, aber nie bis zum letzten Tropfen.

Friedrich lässt sich Zeit, gibt dem Gefangen noch einmal Zeit Angst zu empfinden, ihn zu fürchten und zu bereuen was er getan hat. Izabella nutzt diese wenigen Momente um sich noch einmal in der Kirche umzusehen. Von ihrem Platz so weit hinten sieht sie zwar keine Gesichter, doch kann schon die Körperhaltung einiges aussagen. Sehen alle nach vorne oder wendet sich jemand ab? Wie ist die Stimmung unter den Anwesenden? Ihr Blick wandert weiter, verweilt einen Moment auf dem Kainskind das vor wenigen Minuten noch ein Wolfg gewesen ist und ruht dann auf dem Thau. Es ist als würde die Zeit langsamer gehen, als wären die Sekunden in klebrigem Honig gefangen. Das Schwert zerschneidet lautlos die Luft und trifft auf den entblößten Hals desjenigen der sich aufgelehnt hat. Es gibt einen einzigartigen Laut, von zerrissenem Fleisch und ein Knirschen, dann ist auch schon alles vorbei. Doch da, in seinem letzten Augenblick meint Izabella etwas gesehen zu haben in den Augen des Sterbenden. Ein letzter Funken? Ein Begreifen? Angst? Sie war zu weit entfernt gewesen um es deuten zu können und danach blieb nur noch graue Asche.

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Julia
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BeitragThema: Re: Das Ende des Thau...   Fr 11 März - 19:22

Ihr Kopf dreht sich langsam nach allen Seiten. Julia beobachtet ihre neuen „Freunde“ in Sinne ihrer Gesellschaft. H.U.G.O. hatte sich herausragend gekleidet. Es entlockte ihr ein Schmunzeln, jedoch verbirgt sie es unter dem Schutz ihres Halstuches. Es ist nicht die erste Wahl aus seinem Kleiderschrank, die sie erfreulich findet. Erinnerungen an den Friedhof kamen ihr in den Sinn. Wie sahen es die Vertreter aus seinem Clan, wenn einer der Ihren hingerichtet wurde? Vielleicht sollte einer der ihren Das Schwert führen? Julia sieht hinüber zu Izabella. In ihrem ersten Jahr erlebt sie viel mehr als andere. Das nächste Mal würde sie sich zu den Neugeborenen setzen. Familien eben.

Die Familie hat ihren Platz bei der Zeremonie der Hinrichtung. Max steht seinen Brujah an der Seite des Gesetzlosen. Es mildert ihre Wut auf Thau. Nein, sie hat den Brujah nicht kennengelernt, doch es ist ein schwerer Verlust gewesen. Olafs Reaktion ist eindeutig gewesen. Der Alte hat vielmehr an dem Verlust zu beißen. Setzt er deswegen sein Vertrauen in mich... . Plötzlich fühlt sich Julia von Scham erfüllt. Es ist wieder der Gedanke da, wegzulaufen. Ich bleibe hier! Die Familie und eben H.U.G.O. und Izabella haben ihr Vertrauen. So sehr sie ein Einzelgänger sein mag, so sehr sucht sie doch Gesellschaft. Ansbach ist der Pol, um Ruhe zu finden. Sie merkt, dass Teile der Zeremonie fast an ihr vorbeigehen.

Neben Max steht noch der Gangrel Hector. Sie sieht ihn sich genauer an. Schätzt ihn ein. Er ist der Sheriff der Stadt. Mit ihm wird sie bald zusammenarbeiten können. Die Nacht beschert ihr keine einfachen Gedanken. Nervös spielt sie mit ihrem schwarzen Halstuch herum, sie achtet darauf, dass es nicht raschelt. Die Augen richtet sie wieder fest auf die Szene vor sich. Friedrich ruft die Anschuldigungen aus, und spricht das Urteil. Keiner der Anwesenden ist gewillt, einen Einspruch zu erheben. Ein Arroganter Ventrue spricht das Urteil. Ventrue eben. Sie profilieren sich immer... . Der Gedanke verschwindet schnell. Julia setzt sich gerade auf. Mit den Händen hält sie sich an der Sitzbank fest. Sie merkt, wie ihre Finger das Holz eindrücken. Sie sieht mit Anspannung zu, wie der Prinz das Schwert selbst führt!

Es erinnert sie an Eddard Stark aus der Serie und den Büchern: Der Mann, der das Urteil spricht, muss es vollstrecken. Das Zitat hat sie sich gemerkt. Schnell änderte sich ihre Meinung. Friedrich ist ein Ventrue, der Kämpfen wird und sicher nicht nur eine Show abzieht. Der Respekt vor ihm wuchs. Die Anspannung hat sich gelöst. Es ist nicht der letzte Hinrichtung, der sie beiwohnt. Ihre Finger lösen sich langsam von der Sitzbank und sie lehnt sich wieder an. Ihre Augen huschen zu Izabella. Wie verkraftet sie es wohl? Stark ist sie.

„Asche zu Asche“, formen ihren vollen Lippen.

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Hector Seiler
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BeitragThema: Re: Das Ende des Thau...   Fr 11 März - 20:14

Hector beobachtete ruhig, distanziert, so wie er es immer tat, zwar stand er hier auf der Bühne, dies hinderte ihn jedoch nicht dem einen oder anderen Neugeborenen zu beobachten -beiläufig.
Die Nosferatu waren nicht wirklich interessant für ihn, sie waren seiner Meinung einfach nur hier um einen stillen Protestschrei los zu werden.
Fast hätte er für einen Moment sowas wie Mitleid empfunden... aber nein..wozu? Er war von einem der minderen Clans genau wie er selbst, aber es kameben darauf an wasman aus sich machte undwie man damit umging...
Es gab Gerüchte über den Gangrel...Gerüchte über seinen Gestaltwandel, Gerüchte darüber was er wohl in seiner Vergangenheit getan hatte...
Hector war das egal, solange niemand die Eier in der Hose hatte ihn herauszufordern würde die Wahrheit fürimmerin seinem Kopf bleiben und in dem von jemand anderem...
Für einen Moment kreutzte sich der Blick von Julia und der von Hector, aber er zeigte keine große Reaktion.
Weiter wanderteder Blick zu Iza - sie war sooo unverdorben, so Menschlich...es wunderte ihn nicht, sie war eine Tremere.
Sie würde ihre Lektionen bestimmt gut lernen...

Als der Kopf des Thau zerfiel sah Hector genau hin, dann sah er zu Friedrich...der Gangrel verzog keine Mine.

Einige Momente nach dem Thau zu Staub zerfallen war kniete Hector vor Friedrich.

"Mein Prinz."

Den Blick starr zum Boden gerichtet...

Friedrich bedeutete ihm mit einer Handbewegung sich entfernen zu dürfen.

Der Gangrel ging,keinem einzigen sah er mehr ins Gesicht, er warf seine Stimme in den Klingelbeutel und verschwand.

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Izabella
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BeitragThema: Re: Das Ende des Thau...   Fr 11 März - 21:23

Izabella sah fasziniert zu wie das was von dem Gefangenen geblieben war langsam zerfiel. Sie tat es nicht mit Angst oder Abscheu, sondern mit einer Art kindlichen Neugier. Sie hatte noch nie einen der ihren sterben sehen. Er verging so lautlos, selbst inmitten der totalen Stille der Kirche fiel die Asche ohne jeden Laut in sich zusammen. Ob sie warm war? Würden seine Überreste nach Feuer riechen obwohl er nicht verbrannt war. Würde sich der graue Puder, der vom ihm geblieben hatte seidig zwischen den Finger verreiben lassen? Izabella hatte einen morbiden Gedanken nach dem anderen, auch wenn sie aus Respekt vor den Versammelten und ihren Traditionen keinem davon auf den Grund gehen konnte. War sie gefühlskalt? Sollte sie schockierter sein, ängstlicher oder beeindruckter? Sie hatte den Nosferatu nicht gekannt und nur weil er auch einmal einen Kuss empfangen hatte, machte sie das in ihren Augen nicht zu Brüdern. Sein Tod berührte sie nicht, nicht einmal die Art wie er zu Tode kam.

Als sie ihren Blick von dem Häufchen auf dem Boden hebt, begegnet sie einen Moment dem Blick von Hector. Einen Wimpernschlag lang treffen sich ihre Blicke, tiefblaue Augen, voller Neugier treffen auf unergründliche Dunkelheit. Schwarze Gewitterwolken an einem sonst strahlenden Tag. Zu gern hätte sie gewusst was er dachte, doch auch wenn sie Fortschritte gemacht hatte, konnte sie in anderen Wesen noch lange nicht so lesen wie es andere konnten. Und die Kinder Kains waren so viel besser darin ihr innerstes zu verbergen als es Menschen je konnten. Sie beherrschten ihre Gefühle, kontrollierten sich selbst um auch das zu kontrollieren was in ihnen lag. Bei einigen hier konnte sie erahnen was sie bewegte, Langeweile hier, Belustigung da, manch einer sah aus als gefiel es ihm nicht hier zu sein, andere schienen es als einen Akt der Gerechtigkeit zu empfinden. Doch er, der er direkt neben dem Nosferatu gestanden hatte als er starb, wirkte vollkommen gelassen, fast so als tue er nur seine Pflicht und hätte keine eigene Meinung dazu. Ebenfalls ohne jede Regung kniete er sich vor Friedrich und verließ die Kirche als erster.

Manchmal wünschte sich Izabella einfach Köpfe öffnen zu können und hineinzublicken, was für interessante Geschichten, spannende Geheimnisse und verborgene Sehnsüchte könnte sie finden?

Vielleicht könnte sie zu einem passenden Zeitpunkt einige Erkundigungen einholen über die, die ihr hier am faszinierendsten erschienen waren. Hatte ihre Schöpferin sie nicht angewiesen genau zu beobachten, vielleicht konnte sie sich ja auch mit ihr austauschen. Sie suchte in der Menge vor ihr nach Silvials Hinterkopf und fragte sich was sie heute noch mit ihr vorhatte. Doch nicht nur heute, was war langfristig? Würde sie in dieser Stadt Aufgaben übernehmen? Würde sie ihr Aufträge zuteilen, ihre Ausbildung fortführen, einen Job geben? Izabella konnte sich nicht erinnern was sie als Mensch getan hatte oder mit ihrem Leben vorgehabt hatte. Sie wusste es gab einfache Berufe wie Bäcker oder Handwerker, doch in einer Existenz wie sie sie jetzt führten, würden ihre Pflichten wohl ganz anders aussehen. Man hatte viel in sie investiert, an Zeit und an Geld, so viel war ihr bewusst, da würde man auch irgendwann eine Gegenleistung, eine Wiedergutmachung fordern.

Dennoch hoffte Izabella, dass bei welchen Aufgaben auch immer man für sie hatte, auch noch Zeit für eigene...Projekte blieb. Vorhin hatte sie Julia gesehen und sie erinnerte sich gut an das Versprechen der Bruhja ihr die interessanten Gegenden der Stadt zu zeigen. Izabellas Neugier war wie ein ständiger Begleiter, einen den sie an die Leine legen konnte wenn es notwendig war. Doch wollte sie immer mehr sehen, mehr erleben, mehr lernen. Und Julia konnte ihr Einblicke in andere Familien, neue Orte und andere Denkweisen geben. Sie suchte ihren Blick in der Menge und gab ihr ein kleines Zeichen, dass sie sie später noch sprechen wollte. Natürlich nur wenn es die Umstände erlauben würden. Silvia hatte ihr zwar eintrichtert wie sie sich hier zu verhalten hatte, doch wie genau der Abend weiter verlaufen würde. Sie würde einfach ruhig sitzen bleiben, beobachten bis sich die Versammlung auflöste oder man sie aufforderte anderes zu tun.

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H.U.G.O
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BeitragThema: Re: Das Ende des Thau...   Fr 11 März - 21:54

H. U. G. O missfällt offenbar doch ist er zu feige um einzugreifen. Er kniet sich selbstverständlich als der Prinz erscheint. Bedauernd blickt er zu Thau und wirft ihn einen verzeihenden Blick zu. Danach schliesst er die Augen und senkt sein Haupt in Demut.
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Julia
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BeitragThema: Re: Das Ende des Thau...   So 13 März - 22:59

Stille? Der Moment der Hinrichtung bliebt im Raum hängen. Es bleibt nicht viel mehr, als die Beteiligten zu beobachten. Julia friert auf ihrem Sitz ein, als der Blick des Gangrel und der ihre sich kreuzten. Habe ich ihn zulange angesehen? Shit... Sie sieht, wie er einen Gegenstand in den Klingelbeutel wirft. Ist es eine Spende oder findet die Wahl statt? Friedrich sagt bestimmt dazu noch Worte? Julia sieht zu den Nosferatu und speichert ihre Gesten. Es kann später nützlich sein. Wie H.U.G.O. es wohl aufnimmt? Izabella sieht sie an. Die knappe Gäste beantwortet sie mit einem Nicken und formt mit ihren Lippen: "Ja, nachher."

Weitere Blicke haften sich auf die Ahnen. Hier oder da ein Zeichen aus der Familie? Esther wird von ihr in Augenschein genommen und Olaf...ihr Oberhaupt.

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BeitragThema: Re: Das Ende des Thau...   Sa 26 März - 14:16

"Werfen Sie ihre Stimmen zur Ämterwahl bitte in den Klingelbeutel.

Ich wünsche trotz allem eine angenehme Nacht."

Seine Hoheit verschwand.
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BeitragThema: Re: Das Ende des Thau...   Sa 26 März - 19:39

Diw Wahl der Ämter beginnt endlich. Julia weiß, dass sie sich zur Wahlstellen soll. Olaf hatte es ihr nahgelegt. Innere Unruhe ergriff sie. Vielleicht ist es Nervosität? Die Unruhe stammt von Tier von Gefühlen? Wieder krallen sich die Hände der jungen Brujah in die Kirchenbank. Dieses Mal fester als beabsichtigt, sodass ein leises vernehmlicher Knirschen hörbar ist. Tief einatmen, Juli. Sie macht sich selbst Mut. Ihre Augen sondieren die anderen Vampire. Noch zögern die anderen. Sie sitzt auf heißen Kohlen und muss nach Vorne. Julia streift ihre schwarz, weiß, rote Motorradlederjacke ab - leise. Die Jacke sitzt eng am Körper. Sie windet sich. Endlich, sie legt die Jacke neben sich, kramt in den Weiten der Tasche und fischt Block und schwarzen Feinleiner hervor.

Einen Zettel reißt sie ab und unterteilt die junge Gelehrte in drei gleich große Stücke. Sie schreibt mit ordentlicher, leicht verschnörkelter Handschrift auf den ersten Zettel:

Julia - Geißel

Es folgt ein unsicherer Blick zu ihrem Ansherren und sie denkt an den Sheriff. Dieser Blick vorhin. Hatte er sie ausgewählt? Auf den zweiten Zettel schreibt sie:

H.U.G.O. - Wächter

Sie sieht zu ihm hinüber, wobei sie ihren Körper drehen muss. Der Spaßhorrorclown ist für einen Scherz zu haben. Irgendwie passt er in diese elitären Kreise. Einfach den HUGO als Wächter des Elysiums vorschlagen? Nein, es passt nicht.

Izabella - Wächterin

Der dritte Zettel ist mit einem Namen versehen. Der neugierigen Tremere traut sie es nicht zu, im Elysium oder als Tratschtante aufzutreten. Allerdings ist sie ein kleiner, tiefer Honigtopf. Die Zeiten sind hart; es herrscht Krieg. Sie mussten lernen!

Stieft und Block verschwinden wieder in den tiefen Taschen der Jacke. Nun ist soweit. Julia strafft ihre Haltung, rückt den Hoody zurecht, gleitet aus der Bank und marschiert auf leisen Sohlen zum Klingelbeutel. Sie sie nur aus den Augen nach rechts und links. Sie stellt sich vor, wie die Blicke der Ahnen sich in ihren Rücken und Hinterkopf bohren. Wie kann eine Neugeborene nur so ungeduldig sein? Eine Frage von vielen. Ahnen sind eh komisch. Sie wirft die Zettel in den Beutel hinein und geht langsam zurück. SIe sieht zu Olaf, nickt ihm leicht zu. Als sie Izabella sieht, schmunzelt sie kurz, setzt dann wieder ein neutrales Gesicht auf. Der Weg zurück in ihre Bank ist länger. Sie geht nicht zu schnell. Endlich da. Sie stöhnt ausdruckslos. Geschafft.

Nun studiert sie die nächsten Wähler... .

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BeitragThema: Re: Das Ende des Thau...   So 27 März - 11:34

Der Nosferatu scheint zufrieden mit dem was er hat und kritzelt die Namen seiner Clansgeschwister die hier in Ansbach leben auf Zettelchen und wirft sie in das Säckl. Möglichst unbemerkt verkrümelt er sich dann und übt sich in Trauer...
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BeitragThema: Re: Das Ende des Thau...   Mo 28 März - 15:10

Friedrich forderte die Anwesenden auf ihre Stimmen für die Wahl der offenen Ämter abzugeben und beendete damit den offiziellen Teil dieser Hinrichtung. Kurz fragte sich ob es Absicht war, dass die Asche des Gehäupteten noch immer dort oben lag und jeder daran vorbei musste um zur Urne zu gehen. Aber sie hielt Friedrich für zu erfahren, dass so etwas ein Zufall sein konnte. Eine kleine Erinnerung für all jene, die mit ihm als Prinzen unzufrieden waren, wie die Konsequenzen aussehen konnten. Izabella entnahm ihrer Tasche den bereits vorbereiteten Stimmzettel. Silvia hatte ihr die Wahl erklärt und auch welche Ämter in Ansbach zu besetzen waren. Izabella hat nicht eine Minute darüber nachgedacht sich selbst für ein Amt zu nominieren, sie ist zu jung zu unerfahren und vor allem viel zu kurz erst in dieser Domäne. Natürlich ist sie, mit Erlaubnis ihrer Ahnin bereit ihre Fähigkeiten in den Dienst derer zu stellen, die in Ansbach für Ordnung sorgen.
Auf ihrem perfekt zugeschnittenen Zettel steht daher in klarer Handschrift „Silvia- Wahrer des Elysiums “. Eine solche Position würde eine Menge Vorteile mit sich bringen.
Unter dem ersten Zettel verbirgt sich allerdings ein zweiter, kleiner und nicht so sorgfältig ausgeschnitten ist darauf mit der gleichen Handschrift zu lesen „Julia – Geißel“. Die schlagfertige Bruhja kann sie sich sehr gut vorstellen, wie sie Nachforschungen anstellt und sich um jene kümmert, die die Traditionen nicht respektieren. Sie ist nicht aus ihrem eigenen Clan, doch welcher der Hexenmeister möchte sich schon mit all Ärger dem herum schlagen?
Mit der Abgabe ihrer Stimme wartet sie, bis schon einige der anderen aufgestanden sind und gewählt haben. Vor allem den Ahnen lässt sie den Vortritt und wartet danach in der Nähe des Ausgangs.

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